BAG: Weniger Armeewaffen - Weniger Schusswaffensuizide
Armeewaffen für 49% der Schusswaffensuizide benutzt
publiziert: Dienstag, 1. Feb 2011 / 10:45 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 2. Feb 2011 / 10:31 Uhr

Jeder zweite erschiesst sich mit einer Armeewaffe. Dies hat Dr. med. Thomas Reisch in einem Faktenblatt des Bundesamtes für Gesundheit veröffentlicht. Ausserdem sieht er eine Verbindung zwischen der Reduktion des Armeewaffenbestandes durch die Armee XXI und der gesunkenen Schusswaffensuizide.

4 Meldungen im Zusammenhang
Weiterführende Links zur Meldung:

Faktenblatt (PDF).
Das Faktenblatt ist nicht mehr auf der BAG-Homepage, deshalb: Alternativer Downloadlink.
20min.ch/pdf/

Diese Zahlen wurden mithilfe von vier Studien erhoben und nahmen ebenfalls rücksicht auf verschiedene Bearbeitungs- und Erfassungsmethoden der Kantone. 49 Prozent wirken vorallem hoch, da das Eidsgenössische Justiz- und Polizeidepartement bisher (gestützt auf Kriminalstatistiken) eine tiefe Zahl von nur 9 Prozent erwähnte.

Thomas Reisch ist Leiter Schwerpunkt Psychotherapie an der Universitätsklinik und Poliklinik für Psychiatrie Bern und stellt diverse, bisher nicht verbreitete Fakten fest. Eine der Studien untersuchte die Altersverteilung bei Schusswaffensuiziden. Lebensmüde Männer in der mittleren Altersklasse bevorzugten Nicht-Armeewaffen, während jüngere, kürzlich vom Militär entlassene Lebensmüde und ältere Generationen die Armeewaffen bevorzugen.

Einführung der Armee XXI senkte Schusswaffensuizide

Die Armee XXI war ein gross angelegtes Reformprojekt, dass die Schweizer Armee an eine neue, verminderte Bedrohungslage anpassen sollte. Dabei wurden neben logistischen Umstellungen auch die Zahl der aktiven Truppen sowie der effektive Armeewaffenbestand reduziert. Das publizierte Faktenblatt weisst nun erstmals eine direkte Verbindung zwischen der Reduzierung des Waffenbestandes und einer schrumpfenden Schusswaffensuizidrate her.

Jedoch ist die, im Vergleich zum Ausland hohe, Suizidrate der Schweiz bereits seit einigen Jahren am sinken. Ob hier Zusammenhänge bestehen oder nicht, mag sich streiten lassen.

40 Prozent bewahren Armeewaffe «nicht sicher» auf

Das Eidg. Departements für Verteidigung liess die Bürger 2008 für eine Studie nach der Sicherheit des Aufbewahrungsortes ihrer Armeewaffen eigene Angaben machen. Während nur 40 Prozent die Waffe als «sicher aufbewahrt» betrachteten, so befindet sie sich bei gleich vielen Besitzern an einem «nicht sicheren» Standort.

Armeewaffen machen kleinen Anteil an Morden aus

Gemäss einer vom Nationalfonds unterstützten Studie werden Schusswaffen bei 36 Prozent der vollendeten Tötungsdelikten eingesetzt. Der Anteil der Armeewaffen beträgt hier 16 Prozent bei den «gewöhnlichen (Strassen-) Morden», aber 36 Prozent bei Familienmorden.

(David Nägeli/news.ch)

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Menschenrechte abschaffen für ein paar heuchlerische Worte?
Suizid ist ein Thema für sich und kann nur durch die Verbesserung der Lebensumstände gelöst werden und nicht mit "Zwangsjackenmethoden". Ein Verbot der Eisenbahn, Kirchtürmen, Hausdächer, Schusswaffen und Schlaftabletten würde keinen Selbstmörder von seiner Tat abhalten.

Es ist eine echte Schande für die Menschheit, wie sich eine ganze Gesellschaft von dieser Heuchlerbande in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich entrechten liess. Wo führt das hin? Im Mittelalter ist die Menschheit zum letzten mal auf diesem level angekommen, damals wurde auch jeder, der selbst denken konnte oder eigene Waffen besass, ins kriminelle Licht gestellt. Ich frage mich, wie es zu einer derartigen geistigen Degradierung kommen kann.

Das freie Waffenrecht ist eines der wesentlichsten Grundrechte der Demokratie. Es gewährt dem Bürger das Selbstverteidigungsrecht, dezentralisiert das Waffenmonopol und gewährleistet, dass das Volk ein Mitspracherecht an der politischen Entwicklung hat. Hat das Volk keine Waffen zur Hand, resultiert daraus ein Unterordnungsverhältnis gegenüber der Regierung, Volksaufstände werden erschwert oder gar verunmöglicht und die Selbstverantwortung wird dem Mensch aberzogen.

Die Registrierungspflicht privater Schusswaffen ist ein wesentlicher Eingriff in die Privatsphäre der Bürger, woraus ein Überwachungsstaat resultiert.

Infos unter:
www.waffenrecht.webs.com
Da haben Sie recht
Nach heutigem Recht hätte man ihm die Waffen wegnehmen können. Die andere Seite, wie glauben Sie hätte er reagiert, wenn wir ihm die Polizei ins Haus geschickt hätten, um ihn zu entwaffnen? Er wäre immer noch der Nachbar! Die Polizei kam dann auch, nachdem es geknallt hatte.

Auf die andere Frage haben Sie, wie alle Gegner, immer noch keine Antwort gegeben. Wie wollen Sie die Bedrohung, der Familien und Frauen, durch Armeewaffen und Waffen eindämmen. Den die sind traurige Realität und die Initiative wäre ein Schritt in die richtige Richtung.
Sirenengeheul draussen..... oh Schreck, wieder eine wirre Pandemiewarnung vom BAG ???
ich höre lautes Sirenengeheul draussen. Ist das wieder eine wirre Pandemiewarnung vom Bundesamt für Gesundheit, welches die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt...
Verharmlosung
Schlimmer, ich wohne in Rorschach, aber ernsthaft. Sie verharmlosen ein grosses Problem, Schusswaffen sind bedrohlich. Es muss nicht mal eine direkte Drohung sein, die Anwesenheit einer Waffe kann zu einer Bedrohungssituation führen. Das kommt häufiger vor als Sie denken. Kleines Beispiel, ich habe mit meinen Nachbarn über dieses Thema redete und ich sagte, dass ich selbst so ein Ding besitze, da flackerte kurz Angst in den Augen meines Gegenüber auf. Das hat mich selber schockiert. Für mich gehörte die Waffe einfach dazu, für mein Gegenüber war und ist sie eine Bedrohung.
Ich hatte auch mal so einen Nachbar
Der hatte nachweislich ein psychisches Problem und dem würden wohl nach heutigem Recht die Waffen abgenommen. Damals war es noch nicht so.

Aber nicht jeder der seine Familie oder sein Umfeld indirekt oder direkt mit der Armeewaffee bedroht kann so eingeordnet werden. Wenn ein unbescholtener Familienvater mal so nebenbei mit seiner Armeewaffe die er noch legal zu Hause hat droht, dann nützt der Anruf bei der Kapo eben nichts.
Indirekte Bedrohung
Unterschätzen Sie ja nicht die Häusliche Gewalt, die ist Fakt wird aber immer noch so ziemlich totgeschwiegen, und die geht sicher in die Tausende.

Allerdings wird dies Übel wohl kaum sehr abnehmen durch eine Annahme dieser Initiative.
Das eine hat mit dem anderen nur bedingt etwas zu tun.
Alles gut und schön...
...schützt aber alles nicht gegen Waffengewalt.

Es gehören einfach keine Armeewaffen in die Haushalte, das finden sogar die meisten meiner Schützenkollegen. Das ergibt nur Potential zum Missbrauch, und Missbrauch von Armeewaffen widert mich an, muss ich hier nochmals sagen.

Wenn man JA stimmt kann man trotzdem differenzieren zwischen den direkten Auswirkungen einer Annahme und den sehr fragwürdigen "versteckten" Motiven der Initianten.
??? HUNDERTE ODER TAUSENDE FRAUEN UND FAMILEN BEDROHT ???
Der Steson lebt wohl im Irak oder in Somalia!
Ihr Post ist 100% blanker Unsinn!
Der Mangel an handfesten Argumenten lässt die Initiativ-Befürworter fantasievolle Bedrohungen sehen!
Diese Leute glaube inzwischen ihre eigenen Lügen!
bereits heute verboten und geregelt ! Bsp. GSoA Aktivisten
Sehen Sie, ein Anfruf bei der Kapo genügt und binnen Minuten wäre Ihr Nachbar sämtliche Waffen los. Dies nach heutigen Gesetz. Die GSoA Aktivisten werden jetzt auch Aerger bekommen, weil das Tragen von Imitationswaffen auf öffentlichem Grund (IKEA St. Gallen) bereits heute verboten ist.

Wer die Armeewaffe nicht zu Hause haben will, kann diese bereits nach heutigem Recht im Zeughaus abgeben.

Wer andere, nicht mehr benötigte oder erwünschte Waffen oder Munition hat und diese abgeben will, kann dies kostenlos bei der Polizei tun.
Informationsfluss
Danke Kappa61 für die Recherche.

Das ist der Grund wieso das Internet für eine Demokratie ein Segen ist.
Man muss sich nicht blind auf Zahlen irgendeines Amtes verlassen. Wenn methodische Fehler einer Studie offensichtlich werden, kann das Internet die Falschinformation viel schneller korrigieren, als die Printmedien.

WIr werden erleben, dass diejenigen, die den Stimmbürger über den Tisch ziehen wollen, versuchen werden, die Informationsquelle Internet zu schliessen.
In Ägypten hat die Regierung den Stecker gezogen.

In der Schweiz sollten wir wachsam sein, wenn die immergleichen Parteien nach mehr Überwachung und Kontrolle im Netz rufen.

Im Übrigen schliesse ich mich Ihrer Schlussfolgerung an.

Zitat
"DIES IST EINE GEFÄLLIGKEITS-STUDIE ZUGUNSTEN BAG, SP &GSoA"
.
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