Armstrong vermutet Manipulation
publiziert: Donnerstag, 25. Aug 2005 / 20:40 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 25. Aug 2005 / 21:01 Uhr

Lance Armstrong tritt im Kampf um seinen Ruf die Flucht nach vorn an. Der 33-Jährige bestreitet nach wie vor jegliche Einnahme verbotener Mittel und vermutet hinter den positiven EPO-Ergebnissen des Pariser Labors sogar Manipulation.

Armstrong sprach den positiven Epo-Befunden jede rechtliche wie auch medizinische Relevanz ab.
Armstrong sprach den positiven Epo-Befunden jede rechtliche wie auch medizinische Relevanz ab.
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An einer Pressekonferenz in Washington kündigte Armstrong rechtliche Schritte gegen die französische Sportzeitung "L´Equipe" und möglicherweise auch gegen das Labor an.

Der Tour-Rekordsieger sprach den positiven Epo-Befunden jede rechtliche wie auch medizinische Relevanz ab. Zum Ergebnis der Tests meinte Armstrong: "Es gab sieben Jahre lang A-Proben und B-Proben. Sie waren alle negativ. Ich garantiere, dass auch im Jahre 1999 bei der Abgabe der Proben kein EPO in meinem Körper war."

Niemand wisse, wie diese Proben in der Zwischenzeit behandelt worden seien. Das Pariser Labor habe zudem die vorgeschriebene Geheimhaltung der B-Proben nicht gewährleistet und damit gegen die Richtlinien der Welt-Antidoping-Agentur WADA verstossen.

"40 weitere positive Befunde"

Die gegen Armstrong erhobenen Vorwürfe könnten sich zu einem Flächenbrand entwickeln und nach Ansicht des französischen Anti-Doping-Experten Jacques de Ceaurriz zu einer Optimierung der Sanktionen führen.

Der Leiter des französischen Anti-Doping-Labors in Chatenay-Malabry bestätigte in einem Interview die Anzahl der positiven Dopingproben bei der Tour 1999, gab aber auch weitere Befunde bekannt. Über alle Untersuchungen wurde die WADA informiert. Armstrongs Vorwurf, dass das Pariser Labor gegen die Bestimmungen der Geheimhaltung von Namen verstossen habe, wies er zurück.

"Es gab diese zwölf positiven Proben von 1999. Doch die veröffentlichen Proben sind nur ein Teil der wissenschaftlichen Informationen, die wir an die WADA weitergeben haben. Es gibt auch positive Proben aus dem Jahr 1998", sagte de Ceaurriz, der weiter ausführte: "Von 1999 haben wir etwa 80 Proben untersucht, davon waren zwölf positiv. Von 1998 wurden rund 70 Proben untersucht, davon waren 40 positiv."

(bert/Si)

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