Arzt wegen fahrlässiger Tötung verurteilt
publiziert: Donnerstag, 23. Feb 2006 / 17:57 Uhr

Zürich - Ein Klinikdirektor des Zürcher Universitätsspitals (USZ) ist wegen fahrlässiger Tötung verurteilt worden. Gemäss Staatsanwaltschaft soll er eine Untersuchung eines Unfallopfers zu spät veranlasst haben.

Eine frühere Operation hätte dem Patienten das Leben retten können.
Eine frühere Operation hätte dem Patienten das Leben retten können.
Der Patient starb wegen inneren Blutungen. Der Direktor der Klinik für Unfallchirurgie des USZ wurde per Strafbefehl mit einer Busse von 8000 Franken bestraft, wie die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat mitteilte. Die anderen an der Behandlung beteiligten Ärzte kamen ohne Strafe davon.

Kollision mit Polizeiauto

Bei der Strafuntersuchung ging es um die Behandlung eines 48- jährigen Mannes, der am 15. November 2000 im USZ gestorben war. Das Opfer war Gast eines Taxis gewesen, das durch ein Polizeiauto mit Blaulicht und Sirene in eine Kollision verwickelt wurde.

Gemäss Staatsanwaltschaft erlitt der Taxipassagier Brüche von Oberschenkel und Beckenring sowie Verletzungen der Milz. Wie sich herausstellte, wurden die inneren Verletzungen zu spät entdeckt, so dass der Patient an den Folgen der Blutungen aus der Milz erlag.

Im USZ hatte der Assistenzarzt zunächst den Oberschenkelbruch und einen unklaren Befund im Becken festgestellt. Bei einer körperlichen Untersuchung und einem Ultraschall fand er keine Anhaltspunkte für Bauchverletzungen. Auch ein zweiter Check fiel negativ aus.

Massnahme zu spät

Als der Patient weiter über sehr starke Schmerzen im Oberbauch klagte, ordnete der Direktor der Klinik für Unfallchirurgie eine Computertomographie (CT) an. Die Untersuchung hätte aber gemäss Staatsanwaltschaft unverzüglich durchgeführt werden müssen.

Mit dem CT wären die Milzverletzungen erkannt worden, was zur sofortigen Verlegung auf die Intensivstation geführt hätte. Wäre eindreiviertel Stunden früher mit der Operation begonnen worden, hätte der Patient sehr gute Überlebenschancen gehabt.

Weil der Klinikdirektor das CT nicht mit der erforderlichen zeitlichen Dringlichkeit angeordnet hatte, wurde er wegen fahrlässiger Tötung mit einer Busse von 8000 Franken bestraft.

(sda)

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