Ascom baut rund 1100 Stellen ab
Ascom baut 1100 Stellen ab
publiziert: Mittwoch, 13. Jun 2001 / 18:04 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 13. Jun 2001 / 23:15 Uhr

Bern - Urs Fischer (Foto) ist erst wenige Wochen CEO bei der Ascom. Schon setzt der ehemalige Sunrise-Chef das Messer an. Im Zuge einer umfasenden Restrukturierung sollen weltweit 1100 Stellen abgebaut werden, allein 400 in der Schweiz.

Betroffen vom Stellenabbau sind vor allem die Standorte in der Schweiz. Insgesamt 400 Arbeitsplätze werden gestrichen. Davon sind rund 100 temporär Angestellte betroffen. Im Gespräch mit den Sozialpartnern wurde dargelegt, dass 2/3 des Stellenabbaus in den kommenden 4 Monaten stattfinden sollen, der Rest bis Ende 2001.

Die Gewerkschaften üben scharfe Kritik am massiven Stellenabbau bei der Ascom. Die Syna zeigte sich schockiert, dass mit dem Abbau von weltweit 1100 Stellen nachhaltiges Wachstum geschaffen werden soll. Die Arbeitsplätze würden dem Shareholder Value geopfert, hiess es beim SMUV. Er fordert einen Stopp der Massnahmen und die Aufnahme von Verhandlungen mit den Sozialpartnern. Die Gewerkschaft will um jeden Arbeitsplatz kämpfen.

Im Frühjahr hat Ascom ihre "4+1"-Strategie der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Mittelpunkt der neuen Strategie steht die Trennung des Dienstleistungs- und Technologiegeschäfts innerhalb des Konzerns.

Für die bernische Volkswirtschaftsdirektorin Elisabeth Zölch ist der Stellenabbau eine schlechte Nachricht. Der Entscheid sei jedoch nachvollziehbar, meinte Zölch.

(sda)

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