Assad ist laut Ex-Gefährten angeschlagen
publiziert: Dienstag, 14. Aug 2012 / 14:27 Uhr
Assad kontrolliert laut Ex-Premier noch 30 Prozent von Syrien.
Assad kontrolliert laut Ex-Premier noch 30 Prozent von Syrien.

Amman - Die Regierung von Syriens Präsident Baschar al-Assad kontrolliert nach Angaben des zur Opposition übergelaufenen früheren Regierungschefs Riad Hidschab nur noch 30 Prozent des Landes. Die Führung sei militärisch, wirtschaftlich und moralisch zusammengebrochen.

5 Meldungen im Zusammenhang
Das sagte Hidschab am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Jordaniens Hauptstadt Amman. Aufgrund seiner Erfahrung könne er sagen, dass die Führung angeschlagen sei.

Hidschab war Anfang August gemeinsam mit seiner Familie, zwei Ministern und drei Offizieren nach Jordanien geflohen. Er hatte seine Flucht mit den «Kriegsverbrechen und dem Völkermord» in seinem Heimatland begründet.

Der frühere Landwirtschaftsminister war erst am 6. Juni von Assad auf den Posten des Ministerpräsidenten berufen worden. Die Exilopposition reagierte zurückhaltend auf den Seitenwechsel Hidschabs.

Hidschab sagte am Dienstag, er habe die Entscheidung zur Flucht am 5. August getroffen, nachdem er die Hoffnung verloren habe, dass das «brutale und korrupte Regime» sich ändern werde.

Hidschab versicherte, er habe weder jetzt noch nach der «Befreiung Syriens» Interesse an einem Posten. Er rief die Aufständischen auf, ihren Kampf fortzusetzen, und drängte die Regierungstruppen, ihre Waffen nicht gegen die eigene Bevölkerung zu richten.

Kämpfe in Aleppo

In der syrischen Wirtschaftsmetropole Aleppo gehen derweil die Kämpfe weiter. Regierungstruppen lieferten sich nach Angaben von Oppositionellen erneut Gefechte in zwei Stadtteilen. Aus den Stadtteilen Seif al-Daula und Salaheddin seien am Dienstagmorgen auch Explosionen zu hören gewesen.

Das erklärte die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. In Salaheddin sei mindestens ein Mann durch Schüsse von Scharfschützen getötet worden. Die syrische Armee habe zudem drei weitere Stadtteile der Millionenstadt beschossen.

Die syrische Armee war nach Angaben von Aktivisten am Montag in den von Rebellen gehaltenen Stadtteil Seif al-Daula im Westen Aleppos eingerückt. Zuvor hatte sie bereits die Kontrolle über das zwischenzeitlich von Rebellen gehaltene Viertel Salaheddin übernommen, dort haben sich aber immer noch Aufständische verschanzt.

(alb/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Genf - Alle Konfliktgegner im syrischen Bürgerkrieg morden, foltern und richten Menschen willkürlich hin, doch die ... mehr lesen 5
Der Bürgerkrieg in Syrien eskaliert immer weiter.
Syriens Staatschef Baschar al-Assad. (Archivbild)
Mekka - Auf dem Gipfel der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) in Mekka hat sich am Dienstagabend der ... mehr lesen
Dschiddah - Syrien gerät angesichts des blutigen Konflikts auch von Seiten der islamischen Länder immer mehr unter Druck. Die ... mehr lesen
OIC-Chef Ekmeleddin Ihsanoglu.
Syrischer Soldat. (Archivbild)
Amman - Im Syrien-Konflikt ist es am Freitagabend zu einem ... mehr lesen
Beirut - Die syrische Armee hat gemäss der Opposition die Zitadelle von Aleppo mit einer Mörsergranate beschädigt. Das zum ... mehr lesen
Zitadelle von Aleppo. (Archivbild)
Vladimir Putin ist überzeugt, dass Russland beim Ukraine-Konflikt im Recht ist. (Archivbild)
Vladimir Putin ist überzeugt, dass Russland ...
Ukraine-Konflikt  Moskau - Der russische Präsident Wladimir Putin hat im Ukraine-Konflikt dem Westen in scharfem Ton Heuchelei vorgeworfen. Moskau werde nur als Partner akzeptiert, falls es gehorsam sei. 
Ukraine schlägt Russland Gespräche auf «neutralem Gebiet» vor Brüssel - Im Ukraine-Konflikt hat der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk Russland ...
Arseni Jazenjuk warf Putin erneut vor, die Lage im Konfliktgebiet zu verschärfen.
Lange Gespräche zwischen Putin und Merkel über Ukraine-Konflikt Brisbane - Das Gespräch der deutschen Kanzlerin Angela ...
Wann Kerry zu den Verhandlungen nach Wien zurückkehren werde, stehe noch nicht fest. (Symbolbild)
Atomgespräche mit Iran unterbrochen Wien - Die Ministergespräche über das umstrittene iranische Atomprogramm sind unterbrochen worden. Die Verhandlungsführer sollen die ...
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2585
    Der... IS ist kein gemeinsamer Feind der Türkei, den Golfstaaten, den anderen ... heute 19:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2585
    Wenn... es nur der Mittlere Osten wäre, dann dürfte es die islamistischen ... heute 13:07
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2585
    Die... ganzen Gräueltaten gibt es nicht erst seit wenigen Monaten, sondern ... heute 08:41
  • Menschenrechte aus Bern 115
    entdecker amerika so was von Blödsinn habe ich schon lange nicht mehr gehört, ... gestern 17:34
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2585
    Die... Ukraine wurde 20 Jahre lang sehr schlecht regiert. In wenigen Monaten ... Do, 20.11.14 12:59
  • thomy aus Bern 4171
    Ja, das könnte so sein, nicht wahr!? Was wir doch alles diesen Intelligenzlern zu verdanken haben ... Schon ... Mi, 19.11.14 18:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Natürlich Muslime haben auch das archimedische Prinzip und die ... Mi, 19.11.14 12:42
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2585
    Gut... zu wissen! Die OSZE hat über 100 Brüche der Waffenruhe in der Ukraine ... Mo, 17.11.14 19:58
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SO MO DI MI DO FR
Zürich 7°C 10°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 2°C 12°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 5°C 11°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 3°C 10°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 4°C 9°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 7°C 12°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 5°C 12°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten