Assad stellt Erleichterungen für Nothelfer in Aussicht
publiziert: Freitag, 7. Sep 2012 / 15:13 Uhr
Assad hat zugestimmt, dass es nötig ist, die humanitäre Hilfe in Syrien dringend zu verstärken. (Archivbild)
Assad hat zugestimmt, dass es nötig ist, die humanitäre Hilfe in Syrien dringend zu verstärken. (Archivbild)

Genf - Syriens Präsident Baschar al-Assad hat Erleichterungen für die Arbeit von Helfern des Internationalen Roten Kreuzes (IKRK) und des Roten Halbmonds zur Versorgung Tausender von Notleidenden in Aussicht gestellt.

6 Meldungen im Zusammenhang
Dies erklärte IKRK-Präsident Peter Maurer am Freitag in Genf. Assad habe zugestimmt, dass es nötig sei, die humanitäre Hilfe in Syrien dringend zu verstärken. Maurer war zuvor bei einem dreitägigen Arbeitsbesuch in Syrien auch von Assad empfangen worden.

Der syrische Präsident habe zugestimmt, die Lieferung von Hilfsgütern zu erleichtern, teilte Maurer mit. Er wolle zudem den Wunsch des IKRK nach Zugang zu Zehntausenden Menschen prüfen, die in den vergangenen Monaten von den Sicherheitskräften eingesperrt wurden.

Maurer sagte, bei Besuchen in ländlichen Regionen rings um Damaskus hätten ihn das Leid vieler Menschen und das Ausmass der Zerstörungen geschockt. «Wegen fehlender medizinischer Hilfe sterben täglich Männer, Frauen und Kinder, die eigentlich gerettet werden könnten.»

Es müsse sich nun zeigen, ob die syrische Regierung diese «positiven Verpflichtungen» auch tatsächlich umsetzt. «Jeder Tag, der verstreicht, bringt mehr Opfer und menschliches Leid. Ich werde persönlich genau darauf achten, wie die Ergebnisse unserer Gespräch vor Ort umgesetzt werden», betonte Maurer.

Das IKRK hatte zuvor geklagt, dass Helfer in vielen Teilen des Landes wegen der immer schwereren Kämpfe nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt arbeiten können.

UNO verdoppelt Hilfen für Vertriebene in Syrien

Angesichts der zunehmenden Zahl syrischer Flüchtlinge stockt das UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) seine Hilfen für die innerhalb Syriens vertriebenen Menschen auf. Die Hilfen würden auf 41,7 Millionen Dollar mehr als verdoppelt, teilte die Organisation am Freitag in Genf mit.

Die finanzielle Hilfe für die innerhalb Syriens Vertriebenen ist unabhängig von den Hilfsgeldern für die Menschen, die aus dem Land in benachbarte Staaten geflüchtet sind. Insgesamt sind nach UNO-Angaben bereits mehr als 246'000 Syrer in die Nachbarländer geflüchtet.

«Die Zahlen sind enorm», sagte ein UNHCR-Sprecher. In Jordanien befinden sich demnach mehr als 81'000 syrische Flüchtlinge, im Libanon knapp 65'000, in der Türkei mehr als 78'000 und im Irak rund 22'000. Zugleich sind aber auch die in Syrien selbst Vertriebenen dringend auf Hilfe angewiesen.

Seit Beginn des Aufstands gegen Syriens Präsidenten Baschar al-Assad im März vergangenen Jahres wurden in dem Land nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte bereits mehr als 26'000 Menschen getötet.

(knob/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Wladiwostok - Im Syrienkonflikt hat Russlands Aussenminister Sergej Lawrow die geplante Bildung einer Übergangsregierung ... mehr lesen
Der «konfrontative Schritt» trage nicht zur Lösung bei, sagte Sergej Lawrow. (Archivbild)
Dutzende Tote bei schwerem Artilleriebeschuss in Aleppo.
Aleppo/Ankara/Peking - Dutzende Menschen sind am Mittwoch in der nordsyrischen Grossstadt Aleppo durch heftigen ... mehr lesen
Genf/Damaskus - Der Präsident des Internationalen Komitees vom ... mehr lesen 1
Maurer weilt seit Montag für einen dreitägigen Besuch in Syrien. (Archivbild)
Damaskus - Fast anderthalb Jahre nach dem Beginn des Syrien-Konflikts rechnet Präsident Baschar al-Assad auch weiterhin ... mehr lesen
Präsident Baschar al-Assad spottete über die Flucht von Führungskräften.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Syrische Oppositionelle stellen Plan vor für die Zeit nach Assad.
Berlin - Nach einer Serie von Geheimtreffen in Berlin haben sich syrische ... mehr lesen
Barack Obama am Pranger
Barack Obama am Pranger
Vorwurf: Verfassung gebrochen  Washington - Das US-Repräsentantenhaus will Präsident Barack Obama offensichtlich vor Gericht ziehen. Die Abgeordneten gaben am Mittwoch in Washington mehrheitlich einer Resolution statt, die es erlaubt, den Präsidenten zu verklagen. 225 stimmten für den Beschluss, 201 dagegen. 
Laut UNO-Hochkommissarin  Genf - Israel verletzt im Gazastreifen laut dem UNO-Hochkommissariat für Menschenrechte ...
Navi Pillay toleriert keine Straffreiheit.
Israel will Gaza-Tunnel um jeden Preis zerstören Gaza/Jerusalem - Ungeachtet des wachsenden Elends im Gazastreifen und der internationalen Kritik treibt ... 1
Die israelische Armee mobilisierte insgesamt 86'000 Reservisten, die seit Beginn der Gaza-Offensive am 8. Juli eingezogen wurden.
Israelische Angriffe auf UNO-Schule und Markt in Gaza Gaza - Der Gaza-Konflikt ist trotz einer von Israel ausgerufenen Waffenruhe für Teile des ...
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2506
    ei, wie peinlich Zitat Gassen-Sandra: "Dies kann ein Schäfchen gar nicht beurteilen, ... heute 20:51
  • kubra aus Port Arthur 3008
    Ich hab Lämmchen schon lange nicht mehr gelesen, weil ich RT wieder lieber ... heute 20:39
  • Kassandra aus Frauenfeld 928
    Was soll man dazu sagen? EU und Nato sind schuld am Ukraine Konflikt? Dem Putin hat man doch ... heute 20:32
  • Kassandra aus Frauenfeld 928
    Wo, Kubra schreibt das Schäfchen wohl seine Texte ab? Er muss sie irgendwo her ... heute 20:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 928
    Wo das Schäfchen Recht, hat es halt Recht Zitat aus Schäfchens gesammelten Fragwürdigkeiten: „Bush und Blair sind ... heute 19:03
  • kubra aus Port Arthur 3008
    Ja und nein 1 Ich erinnere mich, als der EU Gesandte im Überschwang der Gefühle im ... heute 18:26
  • keinschaf aus Wladiwostok 2506
    Nanu... Die TV-Soaps schaue ich zwar nicht, aber alles andere kann ich auch ... heute 18:10
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2334
    Leider... sieht es so aus, dass im Gazastreifen kein einziger Israeli leben ... heute 12:49
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich 14°C 19°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Basel 12°C 21°C leicht bewölkt leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
St.Gallen 14°C 20°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Bern 16°C 25°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 17°C 25°C bewölkt, Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Genf 14°C 26°C leicht bewölkt leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Lugano 16°C 30°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten