Kämpfe dauern womöglich lange
Assad will ganz Syrien zurückerobern
publiziert: Freitag, 12. Feb 2016 / 17:44 Uhr
Baschar al-Assad plant die Rückeroberung.
Baschar al-Assad plant die Rückeroberung.

Damaskus - Der syrische Präsident Baschar al-Assad ist nach eigenen Worten zur Rückeroberung ganz Syriens entschlossen. Die Kämpfe gegen die Rebellen könnten jedoch «lange» dauern, sagte Assad der Nachrichtenagentur AFP in einem Interview.

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«Es ist nicht logisch zu sagen, dass es einen Teil unseres Landes gibt, auf den wir verzichten», sagte Assad in dem Exklusivgespräch vom Donnerstag. Auf die Frage, ob er an einen Erfolg seiner Truppen bei der Rückeroberung des Landes glaube, sagte Assad, es handle sich dabei um «ein Ziel, das wir ohne zu zögern erreichen wollen».

Assad erklärte sich zugleich zu Verhandlungen über eine Beendigung des Bürgerkrieges in seinem Land bereit. Seine Regierung sei schon seit Beginn der Syrien-Krise zu «Verhandlungen und politischem Handeln» bereit, sagte Assad in seinem ersten Interview seit dem Scheitern der Genfer Syrien-Gespräche und dem Beginn der von russischen Luftangriffen unterstützten Offensive syrischer Regierungstruppen in Aleppo Anfang Februar.

Zu verhandeln bedeute aber nicht, den Kampf «gegen den Terrorismus» einzustellen, sagte Assad. Beides sei «notwendig» und voneinander «unabhängig». Assad bezeichnet alle Gegner seines Regimes als Terroristen.

In der Nacht auf Freitag hatte sich an der Münchner Sicherheitskonferenz die so genannte Syrien-Kontaktgruppe - darunter die USA, Russland, Deutschland, Saudi-Arabien, die Türkei und der Iran sowie die UNO, die EU und die Arabische Liga - auf eine Feuerpause in dem Bürgerkriegsland geeinigt.

Folter, Vergewaltigung und Mord

Das Regime des 50-jährigen Baschar al-Assad, der seit dem Jahr 2000 in Damaskus an der Macht ist und dort seinen Vater abgelöst hat, wird von der UNO und verschiedenen Menschenrechtsorganisationen als eines der brutalsten weltweit bezeichnet.

In den Haftanstalten der syrischen Regierung seien bereits Tausende von Menschen gequält und getötet worden; zu diesem Schluss kommt die vom UNO-Menschenrechtsrat berufene Untersuchungskommission für Syrien, der auch die ehemalige UNO-Chefanklägerin Carla Del Ponte aus dem Tessin angehört. Folter, Vergewaltigungen, Morde und weitere Kriegsverbrechen sowie Verbrechen gegen die Menschlichkeit seien in Syrien tägliche Praxis.

Im Bürgerkrieg in Syrien sind nach UNO-Schätzungen seit dem Frühjahr 2011 mehr als 260'000 Menschen getötet worden, mehr als zehn Millionen - die Hälfte der Gesamtbevölkerung - sind entweder ins Ausland geflohen oder innerhalb des Landes vertrieben worden.

(bg/sda)

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Zurückerobern ist gut!
Was glaubt dieser Massenmörder eigentlich, wen er dann zu regieren glaubt? Ein entvölkertes Gebiet?? den IS!
Der Assad wird niemenden mehr regieren, ausser vielleicht seinen Familienclan.
Vieleicht kommt er ja im Kreml neben den Lenin zu liegen, das wäre eine schöne Aufgabe für ihn, den Lenin mit seiner Gegenwart zu ehren.
Ja, und dem Kerzenmacher alias zombie möchte ich noch sagen, dass die Kurden wieder einmal zwischen alle Fronten geraten sind, wie so oft schon in ihrer Geschichte. Wer ist dessen grösserer Feind, der IS oder der Erdogan? Am Ende wird auch denen nicht viel andres übrig bleiben, als nach Europa auszuwandern, denn wirklich helfen will denen niemand. Ein trauriges Los, immer nur für andere den Kopf hinhalten zu müssen! Und hier stehen bereits die Zombies, die Midas', die Pegida, die Neonazis, die Christen aus Polen und Ungarn und andere schwarz-braune Gesellen bereit, sie mit allen Ehren und mit Liebe zu empfangen.
islamisten...
unterschiedlichster Provenienz haben offensichtlich unnachgiebig bei Johannes nachgelesen und wollen das vorhergesagte Armaggedon wahrmachen. Islamisten der Sunna und Islamisten der Schia treiben das Ausbluten voran. Es mischen auch die Mordbuben des Augenarztes B. al-Assad nach wie vor mit. Wenig hört man momentan von den Kurden. Man fragt sich, ob deren Zufriedenheit mit Heckler und Koch, den Daesh (IS) tief beeindruckt. Wie werden die Ayatollahs im Iran noch reagieren, die ja zweifellos eine Aufstockung der Schiitenminderheit unter der Milliarde Muslime im Kalkül haben. Und was hat der grosse R. Erdogan vor? Sultanat und Kalifat in einem? Das werden die Dünenstrategen der arabischen Welt aber nicht zulassen.
Dieses entsetzliche Szenario lässt den 5 Mio. Israelis (von denen 1 Mio. Araber sind) nur einen düsteren Blick in die Zukunft. Und man unterschätze dazu nicht den zunehmenden Antisemitismus in Europa.
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