Wikileaks-Chef in London verhaftet
Assange stellt sich der Polizei
publiziert: Dienstag, 7. Dez 2010 / 11:52 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 7. Dez 2010 / 15:59 Uhr
Wikileaks-Gründer Julian Assange.
Wikileaks-Gründer Julian Assange.

London - Die Jagd auf Julian Assange ist beendet: Der Wikileaks-Gründer stellte sich am Dienstag der britischen Polizei. Nun muss über eine mögliche Auslieferung Assanges nach Schweden entschieden werden, wo er wegen sexueller Vergehen gesucht wird.

8 Meldungen im Zusammenhang
Assange sei am Morgen bei einem vereinbarten Treffen auf einer Londoner Polizeiwache verhaftet worden, teilte Scotland Yard mit. Er sollte am Nachmittag vor einem Londoner Gericht erscheinen.

Sollte der Wikileaks-Gründer seine Auslieferung nach Schweden anfechten, werde er bis zur Entscheidung entweder in Untersuchungshaft bleiben oder gegen die Zahlung einer Kaution wieder freigelassen werden, sagte eine Sprecherin der Abteilung für Auslieferung.

Die schwedischen Behörden hatten einen EU-weiten Haftbefehl gegen den Australier herausgegeben. Bis zu einer möglichen Auslieferung könnte es Experten zufolge Wochen dauern.

Der Haftbefehl gegen Assange hat nichts mit den Wikileaks-Veröffentlichungen geheimer Dokumente zu tun. Der 39-Jährige muss sich in Schweden wegen Vorwürfen sexueller Vergehen verantworten.

In Südengland versteckt

Assange soll die vergangenen Wochen in Südengland gelebt haben, zeigte sich aber nicht in der Öffentlichkeit. Er gab auch während der Herausgabe der neuen Dokumente, die viel Aufsehen erregt hatte, nur wenige Interviews per Internet.

Nach Angaben seines Londoner Anwalts Mark Stephens soll Assange in Schweden zu den Vorwürfen der zwei Frauen befragt werden. Eine Anklage gegen ihn liege nicht vor.

Die britische Polizei hatte bereits Ende November einen Haftbefehl für Assange aus Schweden erhalten. Damals hatten sie ihn aber nicht verhaftet, weil das Dokument formale Fehler enthielt.

Sein Anwalt hatte stets betont, sein Mandant habe seine Adresse bei der Polizei hinterlegt und diese wisse genau, wo er sei.

(bert/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Dschungelbuch Wikileaks werden seit der Veröffentlichung geheimer Dokumente ÖFFENTLICHER STELLEN weltweit sämtliche ... mehr lesen 3
Der 'Neo' der Informationsgesellschaft? Julian Assange.
Am Dienstagmorgen stellte sich der Wikileak-Gründer, Julian Assange, in London der Polizei.
Sydney - Der inhaftierte Wikileaks-Gründer Julian Assange hat seine Enthüllungsplattform verteidigt. In einem am Mittwoch in der Tageszeitung «The Australian» ... mehr lesen 2
London - Der am Dienstag in London in Haft genommene Wikileaks-Gründer ... mehr lesen
Julien Assange will in Grossbritannien bleiben.
Wikileaks.
Die Enthüllungs-Plattform will auch ... mehr lesen
San Francisco - Anhänger von ... mehr lesen
Die Seite von Postfinance war überlastet.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Julian Assange soll sich in Südostengland aufhalten.
Stockholm - Der wegen Vergewaltigungsvorwürfen international gesuchte Wikileaks-Gründer Julian Assange ist nach Angaben seines Anwalts zu einem Treffen mit der britischen Polizei ... mehr lesen
Bern - Rückschlag für den Wikileaks-Gründer Julian Assange: PostFinance schliesst das Konto, über das bislang Spenden für die Enthüllungsplattform im Internet liefen. Grund sei, dass der Australier bei der Kontoeröffnung falsche Angaben zu seinem Wohnort gemacht habe. mehr lesen 
Moskau/Washington/London - Der Druck auf Wikileaks wächst: Während nach dem Kopf der Enthüllungsplattform, Julian Assange, international gefahndet wird, hat Amazon die geheimen Dokumente von seinen Servern verbannt. Dennoch sorgen die Enthüllungen für Ärger in der Politik. mehr lesen  2
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz seit Jahren rückläufig. So viel zu den guten Nachrichten. Damit das auch so bleibt, ist es wichtig, grundsätzlich auf gutes Material an den Schwachstellen (Türen, Fenster, Tore) zu setzen und zusätzliche Sicherungen zu installieren.
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz ...
Publinews Smarter Einbruchschutz  Nahezu alle Diebstahlkategorien weisen eine rückläufige Tendenz auf. 2017 wurden in der Schweiz 4,9 Einbrüche pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner gezählt. Das entspricht 113 Einbruch- und Einschleichdiebstählen pro Tag. 2012 lag diese Zahl bei 202. mehr lesen  
Opfer weiterhin vermisst  Rafz ZH - Die Kantonspolizei Zürich hat am Dienstagvormittag in Rafz ZH zwei Personen verhaftet: Sie ... mehr lesen  
Der 67-Jährige Gino Bornhauser wird seit dem 22. April vermisst.
In Indien hat es 18,3 Millionen Sklaven.
Deutlich höhere Zahl  Sydney/London - Mindestens 45,8 Millionen Menschen leben zurzeit weltweit in modernen ... mehr lesen  
Flüchtiger Mörder  Aarau - Der flüchtige Mörder, der aus der Psychiatrischen Klinik Königsfelden in Windisch AG ausgebrochen ist, hätte in einer Einrichtung mit höherer Sicherheitsstufe untergebracht werden sollen. Von möglichen Institutionen erhielten die Aargauer Behörden allerdings Absagen. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • paparazzaphotography aus Muttenz 1
    Foto Sanatorio Liebes news.ch Team, es ist für mich eine Ehre dass sie mein Foto des ... Di, 03.01.17 22:12
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Motor hinten oder vorne war dem Tram in Basel völlig egal! Ob ein Auto über- oder untersteuert, ist nicht von der Lage des Motors ... Mi, 01.06.16 10:54
  • Mashiach aus Basel 57
    Wo bleibt das gute Beispiel? Anstatt sichere, ÜBERSTEUERNDE Heckmotorwagen zu fahren, fahren sie ... Mo, 30.05.16 11:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Zugang "Das sunnitische Saudi-Arabien, das auch im Jemen-Konflikt verstrickt ... So, 29.05.16 22:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Pink Phanter-Bande? Am 25. 7. 2013 hat eine Befreiung von Pink Panther-Mitglied Milan ... So, 29.05.16 15:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    ja, weshalb sollte man solches tun? Ist doch krank, Gott zu beschimpfen! Das hat etwas, ... So, 29.05.16 12:12
  • Gargamel aus Galmiz 10
    Warum sollte man überhaupt den Glauben an Gott beschimpfen oder verspotteten? Wie krank ... So, 29.05.16 10:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... Sa, 28.05.16 20:25
Unglücksfälle Zorn über Tötung von Gorilla in US-Zoo Cincinnati - Die Tötung eines Gorillas im Zoo der ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 4°C 6°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Basel 3°C 9°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
St. Gallen 2°C 6°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Bern 2°C 7°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Luzern 2°C 8°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt wechselnd bewölkt
Genf 3°C 8°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Lugano 4°C 8°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten