Assange wird Thema für OAS-Aussenminister
publiziert: Samstag, 18. Aug 2012 / 08:50 Uhr
Organisation Amerikanischer Staaten.
Organisation Amerikanischer Staaten.

Washington - Die Aussenminister der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) werden am kommenden Freitag (24. August) über den Fall des in der ecuadorianischen Botschaft in London festsitzenden Julian Assange beraten. 23 Mitgliedstaaten waren dafür, ein Treffen einzuberufen.

4 Meldungen im Zusammenhang
Die USA, Kanada sowie Trinidad und Tobago votierten an einem Treffen in Washington am Freitag dagegen. Zur OAS gehören mehr als 30 Staaten.

Das US-Aussenministerium stellte klar, dass die USA den Begriff des «diplomatischen Asyls» nicht anerkannt hätten. Die USA hätten die Konvention der OAS von 1954 über diplomatisches Asyl nicht unterzeichnet.

USA: Angelegenheit von Ecuador, Schweden, Grossbritannien

«Wir denken, es handelt sich um eine bilaterale Angelegenheit zwischen Ecuador und Grossbritannien und dass die OAS dabei keine Rolle zu spielen hat», hiess es aus dem US-Aussenministerium.

Ecuador hatte Wikileaks-Gründer Julian Assange, am Donnerstag diplomatisches Asyl gewährt. Assange war am 19. Juni wegen einer drohenden Auslieferung nach Schweden in die ecuadorianische Botschaft in London geflohen. Grossbritannien will den Australier aber unter keinen Umständen ausreisen lassen.

In Schweden soll Assange zu ihm vorgeworfenen Sexualdelikten befragt werden. Der 41-Jährige fürchtet, wegen der brisanten Veröffentlichung vertraulicher US-Diplomatendepeschen durch Wikileaks letztlich in die USA ausgeliefert zu werden.

Das US-Aussenministerium hatte am Donnerstag versichert, es gebe keinerlei Bestrebungen, Assange zu verfolgen und keinen Druck seitens London, ihn festzunehmen.

Auch für Unasur und Bolivarische Allianz ein Thema

Assanges Fall ist auch in anderen Organisationen ein Thema: Die Aussenminister des südamerikanischen Staatenbundes Unasur haben ihrerseits ein Treffen am Sonntag angesetzt, um eine gemeinsame Haltung in der Frage zu besprechen.

Schon am Samstag wollen die Mitglieder der «Bolivarischen Allianz für die Völker unseres Amerika» (ALBA) in Ecuador über den Fall beraten. Das Bündnis steht unter der Federführung von Venezuela und Kuba. Die ALBA unterstütze die «klare und würdevolle Haltung» Ecuadors, erklärte dazu ALBA-Generalsekretär Rodolfo Sanz.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Washington - Ecuador hat die Wiederaufnahme des Dialogs mit Grossbritannien im Fall Assange angekündigt. Staatschef Rafael Correa ... mehr lesen
Julian Assange hält sich seit mehr als zwei Monaten in der Londoner Botschaft Ecuadors auf, das ihm am 16. August Asyl gewährt hat.
Quito - Wikileaks-Gründer Julian Assange will nach seinem erfolgreichen Antrag auf Asyl in Ecuador an diesem Sonntag vor die Öffentlichkeit treten. Das kündigte die Enthüllungsplattform Wikileaks im Kurznachrichtendienst Twitter an. mehr lesen  1
London - Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) hat wegen des diplomatischen Streits zwischen Grossbritannien ... mehr lesen
Ecuador hat Julian Assange Asyl gewährt. (Archivbild)
Mehrere Chauffeure hatten die vorgeschriebenen Ruhezeiten nicht eingehalten.
Mehrere Chauffeure hatten die vorgeschriebenen Ruhezeiten nicht ...
Defekte Bremsen, übermüdete Chauffeure  Bern - In Nidwalden sind am Freitag mehrere Reisecars aus dem Verkehr gezogen worden. Bei einer Kontrolle von insgesamt zehn Fahrzeugen waren teils erhebliche Mängel festgestellt worden, wie die Kantonspolizei Nidwalden am Samstag mitteilte. 
Im Morgengrauen gehängt  Bern - Trotz internationaler Appelle ist im Iran am Samstag eine 26-jährige Frau nach fünf Jahren in der ...  
Leute haben protestiert - es hat nichts geholfen.
Der Hauptzeuge Martin Liechti, Weggefährte des Angeklagten und früher selber hochrangiger UBS-Manager, erhielt im Februar 2008 bankintern Hinweise, dass alle seine E-Mails archiviert würden. (Symbolbild)
Weil-Prozess  Fort Lauderdale - Im Kreuzverhör mit dem Zeugen Martin Liechti ...  
Hauptzeuge Liechti bringt Raoul Weil in Bedrängnis Fort Lauderdale - Der frühere UBS-Manager Raoul Weil hat den Profit über das Gesetz gestellt. Er habe ...
Raoul Weil soll vermögenden Amerikanern bei Steuerhinterziehungen geholfen haben. (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
Dirk Hebel ist Assistenzprofessor für Architektur am Singapore ETH Centre (SEC).
ETH-Zukunftsblog Sand (Teil 2): nachhaltige Alternativen Der massive Abbau natürlicher Sandvorkommen in ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich 6°C 8°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 5°C 10°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 4°C 10°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 7°C 12°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 7°C 12°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 8°C 14°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 10°C 16°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten