Asthma: Sport senkt Anfallsschwelle deutlich
publiziert: Dienstag, 4. Sep 2012 / 09:37 Uhr
Die Experten empfehlen Asthmatikern, die regelmässig trainieren, ihre eigenen Symptome zu beobachten. (Symbolbild)
Die Experten empfehlen Asthmatikern, die regelmässig trainieren, ihre eigenen Symptome zu beobachten. (Symbolbild)

Dallas/Frankfurt am Main - Sport kann Asthmatikern das leben deutlich erleichtern und die Symptome der Krankheit lindern. Forscher des Southwestern Medical Center der Universität in Dallas empfehlen asthmatischen Sportlern, sich vor anspruchsvollen Übungen von einem Arzt untersuchen zu lassen.

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Die Experten empfehlen Asthmatikern, die regelmässig trainieren, ihre eigenen Symptome zu beobachten. Leistungssportler sollten dabei sehr pingelig sein - auch Unterbrechungen des Schlafs wegen Asthma sollten dokumentiert werden.

Fitness von Vorteil

«Auch die Trainer sollten auf die die Anzeichen und Symptome von Asthma bei den Athleten achten», sagt Rebecca Gruchalla, Leiterin des Bereichs Allergologie und Immunologie des Medical Centers in Dallas. «Mit der Hitze direkt haben Probleme von Asthmatikern nichts zu tun», erklärt Klaus-Michael Braumann, ein Vizepräsident bei der Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention, gegenüber pressetext. Im Sommer würden mehr Blüten blühen - auf einer blühenden Wiese sollten Asthmatiker daher keinen Sport treiben.

Generell sei es für Asthmatiker trotzdem gut, Sport zu treiben. «Durch Sport kann die absolute Belastung eines Asthmatikers in einen höheren Bereich verschoben werden», so Braumann. Der Erhalt der Fitness sei eine wichtige Aufgabe von Betroffenen. Denn der Asthmatiker bekommt bei seiner maximalen Leistung einen Anfall. Wenn der Betroffene allerdings untrainiert ist, werde er auch beim Treppensteigen einen Anfall bekommen. «Bewegung therapiert das Asthma nicht, aber die Schwelle für einen Anfall wird höher», erläutert Braumann.

Paradigmenwechsel

Dass sich Spitzensportler oder Athmatiker, die viel Sport treiben, vor der Saison im Freien mit dem Lungen- oder Hautarzt abstimmen, sollte selbstverständlich sein. Dass Asthmatikern geraten wird, Sport zu treiben, ist einem Paradigmenwechsel in den vergangenen Jahrzehnten zu verdanken.

Vor 50 Jahren hat man Erkrankte immer geschont und versucht, sie mit Essen aufzupäppeln. «Wir wissen schon seit vielen Jahren, dass sich die Symtome durch Bewegung deutlich lindern lassen», unterstreicht Braumann. Inzwischen würden Sportlehrer bereits während ihrer Ausbildung schon darauf hingewiesen, dass Asthma nicht so gefährlich sei, wie viele vermuten, man aber dennoch auf die betroffenen Kinder achten müsse.

(knob/pte)

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