Bund hält an Kürzung der Asylverfahren fest
Asyl-Verfahrenszentren müssen nicht zwingend Unterkünfte sein
publiziert: Freitag, 27. Jan 2012 / 20:35 Uhr
Der Bund will die Asyl-Verfahrensdauer von heute durchschnittlich 1400 Tagen auf 120 Tage reduzieren.
Der Bund will die Asyl-Verfahrensdauer von heute durchschnittlich 1400 Tagen auf 120 Tage reduzieren.

Bern - Dass die Verfahren im Asylwesen beschleunigt werden sollen, daran hält der Bund fest. Neben der Verfahrensbeschleunigung muss aber auch die Frage der Unterbringung geklärt werden. Zusammen mit den Kantonen wird der Bund verschiedene Varianten prüfen.

10 Meldungen im Zusammenhang
Mit einer zeitlichen und räumlichen Konzentration der personellen und finanziellen Ressourcen will der Bund die Verfahrensdauer von heute durchschnittlich 1400 Tagen auf 120 Tage reduzieren. Ideal wäre es, wenn die Asylbewerber in diesen Verfahrenszentren oder zumindest in deren Nähe untergebracht werden könnten.

Der Widerstand in der Bevölkerung gegen grössere Asylunterkünfte hat den Bund nun zu Präzisierungen veranlasst: Die Bundeszentren müssen nicht unbedingt auch Beherbergungsort sein.

«Wir werden mit den Kantonen demnächst die verschiedenen Unterbringungsmöglichkeiten diskutieren», sagte Christine Stähli, Sprecherin des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD), zu einem entsprechenden Bericht der Zeitungen «Tages-Anzeiger» und «Bund» vom Freitag.

Vernehmlassung Ende Jahr

Laut Mario Gattiker, Chef des Bundesamts für Migration (BFM), ist es denkbar, dass sich die Unterbringung der Asylbewerber auf bestehende Strukturen stützen wird. Zentral sei, dass alle Akteure in den Verfahren künftig an einem Ort arbeiten könnten, um Energieverluste zu vermeiden. Ende Jahr sollen die entsprechenden Vorschläge in die Vernehmlassung geschickt werden.

Derzeit gibt es fünf Empfangszentren, in denen maximal 1200 Personen Platz finden. Nach den ursprünglichen Ideen von EJPD-Chefin Sommaruga sollen die Asylsuchenden in 10 bis 12 Bundeszentren mit je 400 bis 500 Plätzen untergebracht werden, und zwar während der gesamten erstinstanzlichen Verfahrensdauer.

(asu/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Gemäss einer am Mittwoch ... mehr lesen 1
Kasernen hält das VBS wegen «Truppenbelegung» für nicht geeignet.
Laut einer Umfrage der kantonalen Sozialdirektoren-Konferenz bieten mehr als die Hälfte der Kantone Hand zu Lösungen.
Bern - Der Präsident der kantonalen Sozialdirektoren-Konferenz (SODK) fordert schnellere Verfahren für die Unterbringung von Asylsuchenden. So sollen militärische Unterkünfte ... mehr lesen 2
Bern - Wieder ein Höchststand bei den Asylgesuchen: Im Januar 2012 ... mehr lesen 1
Asylgesuche aus Eritrea werden zu 85 Prozent angenommen. (Symbolbild)
Asylanten unerwünscht. (Symbobild)
Turbenthal ZH - Nach der ... mehr lesen 1
Luzern - Für den Luzerner Kantonsrat ... mehr lesen 1
Die Asylsuchenden sollen vermehrt Arbeitsdienste zugunsten der Gesellschaft leisten.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Nach Ansicht von Beat Meiner fehlt den Behörden in der Schweiz das notwendige Personal.
Bern - Eine schnellere Erledigung ... mehr lesen 2
Bern - Weil der Bund kaum Plätze ... mehr lesen 1
Zusätzliche Gelder seien theoretisch möglich für Kantone, die Notunterkünfte oder später Bundeszentren anbieten.
Bern - Im Jahr 2011 ist die Zahl der Asylgesuche gegenüber dem Vorjahr um rund 45 Prozent auf 22'551 gestiegen. Das ist der höchste Gesuchseingang seit 2002, wie das Bundesamt für Migration (BFM) am Donnerstag mitteilte. mehr lesen  10
Knapp 10'000 Bettwiler unterschrieben die Petition gegen die geplante Asylunterkunft.
Aarau - Der Gemeinderat von Bettwil ... mehr lesen 2
Bern - Die Staatskommission des Ständerates hat sich für eine Reihe von Änderungen des Asylgesetzes ausgesprochen, die Justizministerin Simonetta Sommaruga auf ihren Wunsch vorgelegt hatte. Sie hat die Vorlage jedoch mit alten und neuen Vorschlägen ergänzt. mehr lesen 
Seit 30 Jahren...
lässt man zu dass angeblich verfolgte Personen hier in der CH bleiben können, Asylantrag abgelehnt hin oder her. Dieses Signal das man da aussendete hatte und hat immer noch die entsprechenden Auswirkungen. Und da sich inzwischen eine erhebliche "Asylindustrie" aufbaute die an angeblich Verfolgten massiv verdient, dürfte sich an der Gesamtsituation gar nichts ändern. Ändern tut sich lediglich die Herkunft der Flüchtlinge.
Da erfahrungsgemäß fast keiner mehr die CH verlässt der erst einmal hier ist, muss man sich in der CH darauf einstellen dass es weiter enger wird.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Private Radio- und Fernsehveranstalter werden mit 30 Millionen Franken aus der Radio- und Fernsehabgabe direkt unterstützt.
Private Radio- und Fernsehveranstalter werden mit 30 ...
57.5 Millionen Franken für entgangene Werbeeinnahmen  Bern - Die Coronavirus-Pandemie trifft die Medien hart. Ihre Werbeeinnahmen sind bereits drastisch gesunken. Aufgrund der besonderen Bedeutung der Medien für die Demokratie hat das Parlament in der ausserordentlichen Session breit abgestützte Motionen überwiesen, um finanzielle Soforthilfe im Umfang von 57.5 Millionen Franken zu leisten. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 20. Mai 2020 zwei entsprechende Notverordnungen verabschiedet. mehr lesen 
Ab dem 11. Mai können Gastrobetriebe unter strengen Auflagen wieder öffnen. In einem ersten Lockerungsschritt sind an einem Tisch maximal vier Personen oder Eltern mit Kindern erlaubt.
Publinews Läden, Restaurants, Märkte, Museen und Bibliotheken dürfen wieder öffnen  Bern - Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 29. April 2020 entschieden, die Massnahmen zum Schutz vor dem ... mehr lesen  
Auch die Online Medien sollen profitieren  Bern - Die Medien sind für unsere direkte Demokratie von zentraler Bedeutung. Sie informieren die Bevölkerung und ermöglichen dadurch wichtige Debatten. Sinkende Erträge machen ... mehr lesen
Um die Medienbranche bei der digitalen Transformation zu unterstützen, sollen neu auch Online-Medien gefördert werden.
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 6°C 17°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wolkig, aber kaum Regen
Basel 10°C 20°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 10°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, wenig Regen wolkig, aber kaum Regen
Bern 7°C 16°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wolkig, aber kaum Regen
Luzern 9°C 19°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wolkig, aber kaum Regen
Genf 12°C 17°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen wolkig, aber kaum Regen
Lugano 12°C 14°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten