Asylbewerber sollen DNA-Probe abgeben
publiziert: Sonntag, 19. Aug 2012 / 13:23 Uhr
Polizeikommandant schlägt DNA-Probe für Asylbewerber vor.
Polizeikommandant schlägt DNA-Probe für Asylbewerber vor.

Bern - Angesichts der Zunahme krimineller Asylbewerber fordert der jurassische Polizeikommandant Olivier Guéniat, von allen Asylbewerbern DNA-Proben zu nehmen. Der Vorstand der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD) berät demnächst über den Vorschlag.

Plan ist ein unabhängiges Hilfswerk, das sich weltweit für benachteiligte Kinder und deren Familien stark macht.
3 Meldungen im Zusammenhang
Der Kanton Jura erlebe einen explosionsartigen Anstieg von Straftaten durch Asylbewerber, vor allem bei Taschendiebstählen sowie bei Haus- und Fahrzeugeinbrüchen, sagte Guéniat in einem Interview mit «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche».

Die Delikte würden «zweifelsfrei» von einer Gruppe Asylbewerber aus Tunesien, teils auch aus Algerien und Marokko, begangen. «2012 haben alle im Jura präsenten Tunesier Straftaten begangen», sagte der Polizeikommandant.

Bei den Asylbewerbern handle es sich vorwiegend um alleinstehende Männer von 18 bis 30 Jahren. Da diese nicht die geringste Chance hätten, aufgenommen zu werden, hielten sie sich an keine Regeln.

«Sie begehen Delikte in Serie, täglich und ohne Unterlass.» Die Bewährungsstrafen, welche die neue Strafprozessordnung vorsehe, hätten dabei keinerlei abschreckende Wirkung. Der Nachweis sei schwierig. «Wenn man sie festnimmt, streiten sie alles ab und machen sich über die Polizei lustig.»

«Wir haben Erfolg mit DNA-Spuren, doch leider haben wir nicht von allen Asylbewerbern Proben», sagte Guéniat. Man müsse deshalb von allen Asylbewerbern DNA-Proben nehmen oder zumindest von allen allein stehenden Männern ohne Papiere. «Das würde enorm helfen.»

Die DNA werde dämonisiert. Man nehme ja auch die Fingerabdrücke von allen Asylbewerbern. «Das ist genauso aufwendig.»

KKJPD-Vorstand berät Ende Woche

Offene Ohren findet der Vorschlag beim bernischen Polizeidirektor und KKJPD-Präsidenten Hans-Jürg Käser. «Ich kann mir das persönlich vorstellen», sagte er am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. «Es ist eine Tatsache, dass es seit dem sogenannten Arabischen Frühling eine erhebliche Zunahme krimineller nordafrikanischer Asylbewerber gibt.»

Er werde den Vorschlag zur systematischen Entnahme von DNA-Proben in der Sitzung des KKJPD-Vorstands am kommenden Donnerstag und Freitag «sicher thematisieren», sagte Käser.

Gemäss den Statistiken, welche acht Kantone (AG, BE, JU, NE, SG, TI, VS, ZH) der «SonntagsZeitung» zur Verfügung stellten, hat die Zahl krimineller Asylbewerber im ersten Halbjahr 2012 um 77 Prozent zugenommen.

Er werde den Vorschlag zur systematischen Entnahme von DNA-Proben in der Sitzung des KKJPD-Vorstands am kommenden Donnerstag und Freitag

(alb/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
1
Forum
Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - In der Schweiz soll die Polizei künftig auf die europäische Datenbank Eurodac zugreifen dürfen. Seit über zehn Jahren werden ... mehr lesen
Auf der Eurodac-Datenbank werden seit 2003 Fingerabdrücke von Asylbewerbern über 14 Jahre gespeichert. (Symbolbild)
Dschungelbuch Am Wochenende machten die kantonalen Polizeidirektionen Schlagzeilen, weil ... mehr lesen 4
Der Mensch hinter dem Test wird verdrängt: Down Syndrom.
Scheingefecht !
Lediglich eine Scheinlösung. Auch die Einführung dieser DNA-Massnahme würde keinen einzigen Kriminellen aus der CH raus bringen. Hier wird auf Steuerzahlers Kosten nur ein Scheingefecht geführt. Ansetzten müsste man ganz anderswo, nämlich in der Asyl-Migrationspolitik. Hier sind aber in absehbarer Zeit keine grossen Änderungen zu erwarten, daher begnügt man sich weiterhin damit über z. B. solche DNA-Massnahmen zu debattieren.
Weiter im Trott...
Gemeinnützige internationale Hilfsorganisation
Plan ist ein unabhängiges Hilfswerk, das sich weltweit für benachteiligte Kinder und deren Familien stark macht.
Seit Dienstag protestieren Fahrende für mehr Standplätze in der Schweiz.(Symbolbild)
Seit Dienstag protestieren Fahrende für mehr Standplätze in ...
Gelände wird für BEA benötigt  Bern - Auf der Berner Allmend protestieren seit Dienstag Fahrende für mehr Standplätze in der Schweiz. Die Stadt zeigt zwar Verständnis für die Anliegen, will das Gelände dennoch räumen lassen. Es wird für die Frühjahrsmesse BEA benötigt. 
Alain Berset wird schon bald ein Schreiben erhalten. (Archivbild)
Mehr Anerkennung für Minderheiten in der Schweiz Bern - Der Bundesrat soll Jenische, Sinti und Roma als gleichberechtigte kulturelle Minderheiten anerkennen. Dies fordern ...
Im Kampf gegen Aids  Vor 30 Jahren erhielt die Mutter von Musiker Ryan Lewis (26) eine Bluttransfusion, die sie mit dem HI-Virus ansteckte - aus diesem Grund macht er sich nun stark im Kampf gegen Aids.  
Macklemore gewann einen Grammy als bester Rap-Act.
Macklemore: Gänsehaut-Performance Macklemore (30) übermannten während seines Auftrittes bei den Grammys fast seine Gefühle.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Henau 2223
    Der perfekte (Massen-)Mord. "Bei der Nutzung im Körper von Krebspatienten existiert allerdings das ... Di, 15.04.14 00:52
  • keinschaf aus Henau 2223
    Antiklumpmittel Was mich bei solchen Problemen immer wieder beschäftigt, ist die ... Fr, 11.04.14 10:17
  • keinschaf aus Henau 2223
    Lesen Sie dazu... ....auch den Artikel in der AZ. Es gibt dort einen interessanten ... Fr, 11.04.14 04:42
  • jorian aus Gretzenbach 1447
    Forum Als ich diesen Bericht gelesen habe, habe ich an bestimmte ... Fr, 11.04.14 03:43
  • jorian aus Gretzenbach 1447
    Rechtsradikal zum xten! Noch immer verehren viele Moslems Herrn ... Mi, 09.04.14 03:38
  • jorian aus Gretzenbach 1447
    Rechtsradikal? Mensch ich hatte einen tollen Text verfasst! Weg! Dafür ist jetzt ... Di, 08.04.14 20:44
  • keinschaf aus Henau 2223
    Achtung! Linksradikales Gedankengut Wenn ein linksextremer Journalist dies schreibt, muss es ja stimmen, ... Di, 08.04.14 20:18
  • FrlRottenmeier aus frankfurt 6
    Achtung! Rechtsradikales Gedankengut ... Di, 08.04.14 15:24
Kathy Riklin ist Nationalrätin der CVP und Mitglied der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur WBK der Strategiegruppe EnergieSchweiz.
ETH-Zukunftsblog Klimapolitik: «Business as usual» ist hochriskant Die jüngsten Berichte des UN-Klimarats ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich 8°C 16°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 6°C 15°C leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
St.Gallen 9°C 18°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 9°C 20°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 8°C 22°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 9°C 20°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 10°C 22°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten