Asyldatenbank zeigt starken Anstieg illegaler Migranten
publiziert: Freitag, 25. Sep 2009 / 20:36 Uhr

Brüssel - In Europa ist die Zahl der illegalen Einwanderer 2008 stark angestiegen. Das zeigt der Jahresbericht zur Asyldatenbank Eurodac, der in Brüssel veröffentlicht wurde. Die Schweiz gehört seit Dezember 2008 zu den Ländern, die auf Eurodac Zugriff haben.

«Kein Mensch ist illegal», lautet eine Initiative gegen Abschiebung.
«Kein Mensch ist illegal», lautet eine Initiative gegen Abschiebung.
4 Meldungen im Zusammenhang
Die Zahl der illegalen Übertritte an einer «Dublin-Aussengrenze» stieg letztes Jahr um 62,3%. Die Schweiz gehört seit Dezember 2008 zum Schengenraum, womit auch das Dublin-Abkommen gilt, das Vereinfachungen beim Asyl-Verfahren mit sich bringen soll. Ein Instrument für die «Dublin-Länder» ist die Asyldatenbank Eurodac.

Mit der biometrischen Datenbank können die zugehörigen Länder anhand von Fingerabdrücken prüfen, ob ein Asylbewerber bereits in einem anderen Mitgliedsland einen Asylantrag gestellt hat. Das Dublin-Abkommen regelt, dass jenes Land den Asylantrag behandeln muss, in dem der erste Antrag gestellt wurde.

Mehrfachanträge bleiben gleich

Die Zahl der «Mehrfachanträge», bei der dieselbe Person in mehreren Ländern ein Asylgesuch hinterlegt hat, liegt laut Eurodac-Jahresbericht 2008 bei 17,5%. Dies entspreche etwa der Zahl der Vorjahre, hält die Kommission dazu fest.

Wie aus dem Bericht hervorgeht, stieg die Zahl der registrierten Asylanträge um 11,3 Prozent. Eurodac verarbeitete demnach die Fingerabdrücke von 219'557 Asylbewerberinnen und -bewerbern, 61'945 Fingerabdrücke von illegalen Einwanderern und 75'919 Fingerabdrücke stammten von Personen, die während eines illegalen Aufenthalts im Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats aufgegriffen wurden.

(fkl/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - In der Schweiz soll die Polizei künftig auf die europäische Datenbank Eurodac ... mehr lesen
Auf der Eurodac-Datenbank werden seit 2003 Fingerabdrücke von Asylbewerbern über 14 Jahre gespeichert. (Symbolbild)
Allein aus Südserbien beantragten bis zu 10'000 Albaner in EU-Ländern Asyl.
Belgrad - Eine unvorhergesehene ... mehr lesen 25
Bern - In der Schweiz wurden 2009 ... mehr lesen
Eine Rückkehr zur Normalität.
Die Justizministerin will das Asylverfahren effizienter gestalten.
Bern - Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf korrigiert die Asylprognosen nach oben. Bis Ende Jahr rechnet sie mit rund 17'500 Asylgesuchen. Dies sind 2500 mehr als in den ... mehr lesen
Wien 21. Oktober
Das österreichisch Asylgesetz wird verschärft. Hierzulande hat es wiedereinmal kaum einer nötig darüber zu berichten.
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 7°C 8°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Basel 8°C 10°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 7°C 7°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Bern 8°C 7°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Luzern 5°C 8°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Genf 7°C 8°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen trüb und nass
Lugano -2°C 10°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten