Flüchtlingskrise
Athen ruft Botschafterin aus Wien zurück
publiziert: Donnerstag, 25. Feb 2016 / 17:50 Uhr

Athen - In der Flüchtlingskrise wachsen die Spannungen zwischen Griechenland und Österreich. Einen Tag nach der Wiener Westbalkankonferenz beorderte Athen seine Botschafterin in Österreich zu Konsultationen nach Griechenland zurück. Wien reagierte kühl auf den Schritt.

1 Meldung im Zusammenhang
Es solle darüber beraten werden, «wie verhindert werden kann, dass die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Staaten und Völkern gestört werden», hiess es am Donnerstag in einer Erklärung des griechischen Aussenministeriums.

Griechenland hatte bereits vor zwei Tagen mit einer diplomatischen Note gegen die von Wien am Mittwoch organisierte Westbalkankonferenz protestiert. Athen hatte betont, dass die Konferenz zum Thema Migrationskrise «einseitig und absolut kein freundschaftlicher Akt» sei. Griechenland betrachtet Österreich auch als Drahtzieher der Grenzschliessung seitens seines nördlichen Nachbarn Mazedonien.

Hoffnung auf ein Umdenken der Griechen

«Österreich kann die Anspannung in Griechenland nachvollziehen, nachdem der Druck auf Griechenland steigt, an einer Eindämmung des Flüchtlingsstroms mitzuwirken», teilte das österreichische Aussenministerium mit.

Man hoffe in der Flüchtlingskrise nun auf ein Umdenken der Griechen. «Wir sehen in diesem Fall eine Chance, dass die Botschafterin die griechischen Verantwortlichen über die Situation und Herausforderungen für die Zielländer der Flüchtlingsroute wie Österreich informiert.»

(sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Athen - Griechenland hat im ... mehr lesen
Tsipras ist vor allem über Österreich erbost.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Fluchtroute auf der Seestrecke zwischen Nordafrika ...
Erschreckende Zahlven von der UNO  Berlin - Bei Bootsunglücken im zentralen Mittelmeer sind in der zurückliegenden Woche nach UNO-Angaben wahrscheinlich mindestens 880 Flüchtlinge umgekommen - und damit weit mehr als ohnehin schon befürchtet. mehr lesen 
Amnesty International berichtet  Kabul - Die Zahl der Binnenflüchtlinge hat sich wegen des Kriegs in Afghanistan in nur drei Jahren mehr als verdoppelt - auf heute 1,2 Millionen Menschen. 2013 hatten die Vereinten Nationen noch 500'000 durch den Konflikt entwurzelte Menschen verzeichnet. mehr lesen  
353 Millionen Franken für den Asylbereich  Bern - Der Nationalrat hat am Dienstag die Staatsrechnung 2015 sowie die Nachtragskredite zum ... mehr lesen   1
Mit 124 zu 64 Stimmen genehmigte die grosse Kammer den Bundesbeschluss über den Nachtrag I zum Voranschlag 2016.
Bereits 100 Objekte erfasst  Wil SG - Digitale Stadtpläne sollen künftig Menschen mit einer Behinderung die Orientierung erleichtern. Die Stadt Wil wurde von Pro Infirmis Schweiz als Pilotgemeinde ausgewählt. Bereits wurden 100 Objekte erfasst. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 10°C 14°C stark bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen trüb und nass
Basel 11°C 15°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen Wolkenfelder, kaum Regen
St. Gallen 11°C 12°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen starker Schneeregen
Bern 11°C 14°C stark bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass Schneeregen
Luzern 10°C 15°C stark bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen trüb und nass
Genf 13°C 13°C stark bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass bewölkt, etwas Regen
Lugano 11°C 14°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen trüb und nass
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten