Atombomben-Bericht: Südkorea zieht Schlussfolgerungen
publiziert: Freitag, 25. Apr 2003 / 09:06 Uhr

Seoul - Meldungen über den angeblichen Atomwaffenbesitz Nordkoreas haben haben im Nachbarland Südkorea zu heftigen Reaktionen geführt.

Seoul gilt als enger Verbündeter Washingtons.
Seoul gilt als enger Verbündeter Washingtons.
Sollten sich diese Berichte als wahr erweisen, würde dies schwerwiegende Folgen für die Wirtschaft Südkoreas und seine Bonitätsberurteilung haben, warnte der stellvertretende südkoreanische Finanzminister Kwon Tae Shin. Eine Sprecherin des Präsidialamts in Seoul kündigte an, die Atomwaffenfrage werde auch gegenüber den USA zur Sprache kommen.

In ganz Asien könnte die Eröffnung Nordkoreas, wenn sie stimmt, weitreichende Folgen für die Bemühungen um Entspannung haben. Das prowestlich ausgerichtete Südkorea gilt als enger Verbündeter der USA.

In Peking kam es am Freitag zu einem kurzen neuen Treffen zwischen der US-Delegation unter dem Diplomaten James Kelly und den nordkoreanischen Unterhändlern im Gästehaus der chinesischen Regierung.

Ausserdem habe es separate Treffen der Nordkoreaner und der US-Vertreter mit dem chinesischen Aussenminister Li Zhaoxing gegeben, teilte ein US-Botschaftssprecher mit.

Beobachter vor Ort berichteten, Nordkoreas Delegation habe sich nur etwa eine halbe Stunde in dem Gästehaus aufgehalten. Kelly habe nach etwa einer Stunde das Gebäude verlassen.

Kelly wurde später in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul erwartet, wo er über die Ergebnisse des ersten derartigen Treffens zwischen Nordkorea und den USA seit Beginn des Atomstreits im Oktober 2002 referieren wollte.

(bsk/sda)

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