Atomgespräche: Fronten verhärtet
publiziert: Freitag, 16. Sep 2005 / 00:10 Uhr / aktualisiert: Freitag, 16. Sep 2005 / 00:34 Uhr

Peking - In den Verhandlungen über ein Ende des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms haben sich die Fronten verhärtet. Am dritten Tag der Sechser-Gespräche in Peking brachten auch direkte Gespräche zwischen den USA und Nordkorea keine Fortschritte.

Nordkorea solle sich auf das «grosszügige» Angebot zur Entschädigung konzentrieren.
Nordkorea solle sich auf das «grosszügige» Angebot zur Entschädigung konzentrieren.
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Das nordkoreanische Delegationsmitglied Hyun Hak Bong sagte, sein Land werde die Forderung nach einem Leichtwasserreaktor niemals aufgeben. Dies sei der Schlüssel zur Lösung des Streits, sagte er nach Angaben der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap.

Die USA und Japan lehnten diese Forderung entschieden ab. Sie wird nach Ansicht von US-Unterhändler Christopher Hill zum Misserfolg der Runde führen. Er sprach von einem «Rohrkrepierer». «Niemand bezahlt einen Leichtwasserreaktor.»

Nordkorea solle sich besser auf das «grosszügige» Angebot zur Entschädigung bei einer Aufgabe seiner Nuklearwaffen konzentrieren. Das Angebot enthalte Sicherheitsgarantien, Anerkennung, Zugang zu internationalen Finanzinstitutionen und Energiehilfen, um den Elektrizitätsmangel in Nordkoreas zu beheben.

Nur noch «minimale Änderungen»

Die Forderung nach dem Reaktor gehe auch über den vorliegenden Entwurf der Grundzüge für eine Beendigung des Atomprogramms hinaus, sagte Hill. Alle Seiten sollten jetzt nur noch «minimale Änderungen» vornehmen.

Die japanische Nachrichtenagentur Kyodo zitierte Südkoreas Unterhändler Song Min Soon, Südkorea wolle «ein Fenster offen» lassen, dass Nordkorea in der Zukunft einen Leichtwasserreaktor bekommen könnte.

Südkoreanische Diplomaten hielten es wegen der Differenzen für möglich, dass die Gespräche «schneller als erwartet» ohne Ergebnis zu Ende gehen, wie die Nachrichtenagentur Yonhap schrieb. An den Verhandlungen nehmen neben Nordkorea, den USA und Gastgeber China auch Südkorea, Japan und Russland teil.

(bert/sda)

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