Atomrunde droht zu scheitern
publiziert: Donnerstag, 4. Aug 2005 / 17:33 Uhr

Peking - Die Verhandlungen über ein Ende des nordkoreanischen Atomprogramms drohen zu scheitern.

Christopher Hill sucht Klarheit über die Grundsätze für den weiteren Verhandlungsverlauf.
Christopher Hill sucht Klarheit über die Grundsätze für den weiteren Verhandlungsverlauf.
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Die Gespräche in Peking werden zwar fortgesetzt, Vermittler China schloss jedoch ein Scheitern nicht mehr aus. Die Chinesen sprachen erstmals von der Möglichkeit, dass es keine Einigung auf das angestrebte Schlussdokument mit Grundsätzen für weitere Verhandlungen geben werde.

Der chinesische Sprecher Qin Gang versuchte aber die Bedeutung herunterzuspielen: Ein gemeinsames Dokument sollte nicht unbedingt als Massstab für den Erfolg der bislang zehntägigen Runde betrachtet werden.

Nach Ansicht von Beobachtern würde damit der gesamte Prozess der Sechser-Gespräche in Frage gestellt. Die USA könnten das Atomproblem dann vor den UNO-Sicherheitsrat bringen, was zu einer Eskalation führen dürfte.

Verhandlungsverlauf?

Die Delegationen der USA und Nordkoreas kamen noch einmal zu bilateralen Gesprächen zusammen. US-Chefunterhändler Christopher Hill sucht Klarheit über die Grundsätze für den weiteren Verhandlungsverlauf.

Er wolle genau wissen, worauf sich Nordkoreas Delegation bisher überhaupt eingelassen habe, sagte Hill. Er werde "so lange bleiben, wie ich das Gefühl habe, dass es sinnvoll ist, hier zu sein".

Die USA streben eine Grundsatzvereinbarung über den Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms an. Strittig sind die friedliche Nutzung der Atomkraft oder die zeitliche Abfolge einzelner Schritte. Die Sechser-Gespräche in Peking dauern bereits seit zehn Tagen.

Für eine eventuelle Aufgabe der Atomoption fordert Pjöngjang ein Ende der aus seiner Sicht feindlichen Haltung der USA gegenüber Nordkorea, eine Normalisierung der Beziehungen, Sicherheitsgarantien, Wirtschaftshilfe und Energielieferungen.

(bert/sda)

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