Attentäter nehmen Kairo ins Visier
publiziert: Samstag, 30. Apr 2005 / 19:30 Uhr / aktualisiert: Samstag, 30. Apr 2005 / 21:28 Uhr

Kairo - Bei einem Bombenanschlag nahe dem Ägyptischen Museum in Kairo sind ein Mann getötet und sieben Personen verletzt worden. Ein weiterer Anschlag auf einen Touristenbus schlug fehl. Beide Angreiferinnen wurden getötet.

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Kairos Sicherheitschef Nabil El-Asabi sagte, der Bombenanschlag beim Ägyptischen Museum sei ein Selbstmordattentat gewesen. In Sicherheitskreisen wurden die Verletzten als drei Ägypter, ein israelisches Paar, eine Italienerin und ein Schwede identifiziert.

Ägyptens Tourismus-Minister Ahmed el-Maghrabi zufolge waren alle Verletzten in einem stabilen Zustand. Nach EDA-Angaben wurden beim Anschlag keine Schweizer Staatsangehörigen verletzt.

Gesprungen oder geworfen?

Ein Extremist sei von einer Brücke gesprungen und habe auf dem darunter liegenden Platz seine Bombe hoch gehen lassen, teilte das Innenministerium mit. "Sie haben seine Papiere gefunden", hiess es. Der Mann war wegen eines Anschlags auf einen Basar in Kairo am 7. April gesucht worden, bei dem drei Touristen ums Leben gekommen waren.

Aus Sicherheitskreisen verlautete dagegen, jemand habe eine Bombe von der Brücke geworfen. Unter der Brücke lag die Leiche eines Mannes in einer Blutlache.

Der Bombenanschlag ereignete sich hinter dem Museum, in dem Kulturschätze aus der Pharaonenzeit aufbewahrt werden. Sicherheitskräfte sperrten die Umgebung ab und leiteten den Verkehr um den Tahrir-Platz vor dem Haupteingang um.

Zweiter Anschlag

Beim zweiten Anschlag schossen zwei Frauen auf einen Touristenbus in der Altstadt Kairos, verfehlten ihn Sicherheitschef Asabi zufolge jedoch. Aus Sicherheitskreisen verlautete, die eine Frau habe die andere erschossen und ihre Waffe dann gegen sich selbst gerichtet.

Nach anderen Angaben haben sich Sicherheitskräfte mit den Frauen einen Schusswechsel geliefert, dabei sei die eine erschossen worden, die andere habe Selbstmord begangen. Laut Asabi war eine der Frauen vermutlich mit dem Mann verheiratet, dessen Leiche beim Ägyptischen Museum gefunden wurde.

Inzwischen bekannte sich eine bisher unbekannte islamistische Gruppe zu den beiden Anschlägen. Auf einer Internetseite der "Brigaden des Märtyrers Abdullah Asam" hiess es in einer Erklärung, die "Gruppe des Märtyrers Mohammed Atta" hätten mit den Anschlägen "die Festung" von Präsident Husni Mubarak "erschüttert".

(bert/sda)

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