Weitere Anschläge geplant
Attentäter plante Bomben am Osloer Schloss
publiziert: Samstag, 30. Jul 2011 / 13:16 Uhr / aktualisiert: Samstag, 30. Jul 2011 / 15:41 Uhr

Oslo - Der rechtsradikale Attentäter Anders Behring Breivik hat vor einer Woche auch Bombenanschläge am Osloer Schloss und dem Hauptquartier der norwegischen Sozialdemokraten geplant. Das berichtete die Zeitung «VG» in Oslo am Samstag unter Berufung auf Polizeikreise.

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Weiter hiess es, der Massenmörder, der in Oslo und auf der Insel Utøya 77 Menschen getötet hat, habe die noch weitergehenden Terrorpläne wegen "logistischer Probleme" nicht verwirklichen können.

Den Königspalast habe Breivik nach eigenen Angaben wegen seiner symbolischen Bedeutung als Ziel anvisiert, sagte Staatsanwalt Paal-Fredrik Hjort Kraby der Boulevardzeitung "Verdens Gang" ("VG"). Die Parteizentrale habe er wegen des Beitrags der Regierungspartei zu einer multikulturellen Gesellschaft angreifen wollen.

"Ich möchte die Zahl oder die Art der Ziele, die er im Kopf hatte, nicht kommentieren", sagte der Staatsanwalt. Es handle sich um "offensichtliche Ziele für einen Terroristen, und der Gedanke ist, die Regierung zu treffen".

Keine Reaktion auf Opferzahl

Breiviks Anwalt Geir Lippestad berichtete in der "VG" weiter, die Polizei habe dem 32-Jährigen bei einem Verhör am Freitag erstmals die Zahl seiner Opfer mitgeteilt. "Ich habe keine Reaktion feststellen können. Ich konnte weder ein Lächeln noch Anzeichen für Enttäuschung bemerken," sagte der Verteidiger.

Breivik hatte am Freitag letzter Woche erst eine Bombe im Osloer Regierungsviertel detonieren lassen, die acht Menschen das Leben kostete. Danach tötete er 69 Teilnehmer eines Jugendlagers der norwegischen Sozialdemokraten auf der Insel Utøya.

Als Motiv für sein Handeln hatte der fanatische Islamhasser angegeben, dass er Norwegens regierende Sozialdemokraten "so hart wie möglich" treffen wollte.

Angst vor Putsch

Der Vorsitzende der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF, Egil Pedersen, berichtete am Samstag ebenfalls in "VG" über seine Flucht vor dem Massaker auf einer kleinen Fähre.

Pedersen sagte, er und andere auf der Insel hätten wegen der kurz vorher gekommenen Berichte von der Zerstörung des Osloer Regierungsviertels an eine putschartige "Machtübernahme" in Norwegen geglaubt, an der auch die Polizei und das Militär beteiligt gewesen seien.

 

 

(fkl/sda)

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