Attentat gegen einen französischen Baukonzern
publiziert: Montag, 9. Jun 2008 / 16:22 Uhr / aktualisiert: Montag, 9. Jun 2008 / 19:41 Uhr

Algier - Bei einem Bombenattentat gegen einen französischen Baukonzern haben Terroristen am Sonntagabend nach Angaben des algerischen Verteidigungsministeriums einen französischen Bauingenieur und seinen Fahrer getötet.

Bei einem Bombenanschlag in Algerien seien 20 Menschen getötet worden. (Archivbild)
Bei einem Bombenanschlag in Algerien seien 20 Menschen getötet worden. (Archivbild)
Das Attentat mit zwei kurz nacheinander gezündeten Bomben gegen einen Konvoi der französischen Firma Razel war der fünfte Anschlag in fünf Tagen. Die französische Regierung hatte den Tod des Ingenieurs und «zahlreicher» weiterer Opfer bestätigt. Das algerische Radio sprach von 13 Toten.

Berichte aus Sicherheitskreisen über einen weiteren Bombenanschlag am Montag in der Stadt Bouira mit 20 Toten dementierte das staatliche algerische Radio wenige Stunden später. Es habe kein Attentat gegeben, hiess es. Das algerische Verteidigungsministerium gab dazu keine Erklärung ab.

Frankreichs Aussenminister Bernard Kouchner rief die Franzosen auf, trotz der Gefahren in Algerien zu bleiben. Das Land soll zu einem Kernland der geplanten Mittelmeerunion werden. «Das ist ein Land, in dem wir arbeiten müssen», sagte Kouchner im Radio. «Wir müssen unsere freundschaftlichen Handelsbeziehungen ausbauen.»

Die Baufirma Razel, die an zahlreichen Objekten in afrikanischen Staaten arbeitet, repariert in Algerien unter Polizeischutz einen Bahntunnel, der bei einer Zugkollision beschädigt worden war.

Die beiden Bomben detonierten auf der Strasse vor Einrichtungen der Firma am Bahnhof von Béni-Amrane gut 70 Kilometer östlich von Algier. Der erste Sprengsatz galt dem Konvoi eines französischen Ingenieurs, der zweite den herbeieilenden Helfern und Gendarmen.

(smw/sda)

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