Auch Brown verteidigt Irak-Einmarsch
publiziert: Freitag, 5. Mrz 2010 / 20:34 Uhr

London - Der britische Premierminister Gordon Brown hat in London den Krieg seines Landes gegen den Irak verteidigt. «Es war die richtige Entscheidung mit den richtigen Argumenten», sagte der Regierungschef vor einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss.

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«Blair hat alles richtig gemacht»: Gordon Brown.
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Brown wurde in der mehrstündigen Sitzung zu seiner damaligen Rolle als Finanzminister und zweitwichtigster Mann in der Regierung von Tony Blair während des Einmarschs 2003 befragt.

Es sei eine der schwierigsten Entscheidungen gewesen, vor der ein Mensch stehen könne, sagte Brown. Der irakische Machthaber Saddam Hussein habe das internationale Recht in Serie gebrochen und immer wieder gegen UNO-Beschlüsse verstossen. Deshalb sei der Krieg richtig gewesen.

«Alles was Tony Blair in dieser Periode gemacht hat, hat er richtig gemacht», fügte der Regierungschef mit Blick auf seinen Vorgänger hinzu, der den Einmarsch in den Irak bereits vor vier Wochen vor dem Ausschuss verteidigt hatte.

Nicht an Entscheid beteiligt

Brown machte zugleich klar, dass er als damaliger Finanzminister nicht an den politischen Entscheidungen zur Offensive beteiligt gewesen sei.

«Meine Rolle war es nicht, eine zweite Meinung zu militärischen Entscheidungen oder Möglichkeiten zu äussern oder in wichtige diplomatische Verhandlungen einzugreifen. Meine Rolle war es vorrangig, als Schatzkanzler dafür zu sorgen, dass die Mittel bereit stehen für das, was wir zu tun hatten.»

In diesem Zusammenhang wies Brown Vorwürfe zurück, eine ausreichende Ausstattung der Truppen verhindert zu haben. Er habe niemals eine Finanzanfrage der Militärs zurückgewiesen. «Die Kommandanten konnten jederzeit nach Ausrüstung fragen, und jede Anfrage wurde bewilligt», sagte der Regierungschef.

(ht/sda)

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