Auch Büro von Siemens-Chef durchsucht
publiziert: Montag, 20. Nov 2006 / 07:35 Uhr / aktualisiert: Montag, 20. Nov 2006 / 15:52 Uhr

München - Die Finanzaffäre bei Siemens in Deutschland nimmt grössere Dimensionen an.

Über die möglichen Unregelmässigkeiten soll die Konzernspitze seit langem informiert gewesen sein.
Über die möglichen Unregelmässigkeiten soll die Konzernspitze seit langem informiert gewesen sein.
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Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass deutlich mehr als die bisher angenommenen 20 Mio. Euro veruntreut und ins Ausland gebracht wurden.

Der Siemens-Konzern bestätigte die Kenntnis über ein Ermittlungsverfahren in der Schweiz. Siemens habe über das Verfahren Bescheid gewusst, sagte ein Konzernsprecher. Das Unternehmen habe es aber als überflüssig erachtet, die deutschen Behörden zu informieren.

Vergangene Woche hatte die Schweizer Bundesanwaltschaft erklärt, sie habe im Sommer 2005 wegen einer Mitteilung der Meldestelle für Geldwäscherei ein Verfahren gegen zwei Ex-Siemens-Mitarbeiter und eine «in Beziehung zu Siemens stehende» Person eingeleitet. Dabei wurden auch Gelder «im zweistelligen Millionenbereich» blockiert.

Ein Rechtshilfegesuch der Schweiz an Deutschland trug dazu bei, dass die Siemens-Affäre dort ins Rollen kam. Bei den Durchsuchungsaktionen in Deutschland vom Mittwoch waren auch drei Schweizer Staatsanwälte im Einsatz.

Vorstandsbüros durchsucht

In der Finanzaffäre sind die deutschen Ermittler nach eigenen Angaben bis in die Teppichetage bei Siemens vorgedrungen. Die Vorstandsbüros seien bei der Grossrazzia vergangene Woche durchsucht worden. Allerdings gehörten Mitglieder des Zentralvorstands nicht zu den Beschuldigten.

Die Behördenvertreter seien dabei auch in den Räumen von Konzernchef Klaus Kleinfeld gewesen, bestätigten Staatsanwaltschaft wie Konzernsprecher einen Bericht der «Süddeutschen Zeitung». Kleinfeld werde aber nur als Zeuge gesehen.

Vier der fünf ursprünglich Beschuldigten befinden sich noch in Haft. Insgesamt geht die Staatsanwaltschaft derzeit von einem Dutzend Verdächtigen aus, darunter befindet sich auch ein weiterer ehemaliger Siemens-Bereichsvorstand, der heute für ein anderes Unternehmen arbeitet.

(bert/sda)

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