Auch andere Hilfsorganisation in Kinderhandel verstrickt?
publiziert: Dienstag, 6. Nov 2007 / 09:47 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 6. Nov 2007 / 10:57 Uhr

Nairobi - Nach Bekanntwerden einer Affäre um angeblich geplante Kindesentführungen im Tschad ist nun auch eine US-Hilfsorganisation in Kenia in die Kritik geraten. Ihr wird Kinderhandel sowie die Ausbeutung von Kindern vorgeworfen.

Afrikanische Kinder werden in Westeuropa und USA unter dem Deckmantel des Sozialen wie eine Ware gehandelt.
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Drei Kinder aus Einrichtungen der christlichen Organisation Kids Alive Kenya, dem örtlichen Ableger von Kids Alive International mit Sitz in den USA, würden vermisst, sagte Isaiah Mandala, Anwalt einer Anwaltsvereinigung und einer christlichen Gruppe, die Klage gegen die Hilfsorganisation eingereicht hatten.

Kids Alive darf bereits seit dem 9. Oktober nicht mehr in Kenia aktiv sein. Ein Richter verlängerte das Verbot, bis ein Urteil gefällt ist.

Die Organisation, die mit örtlichen Kirchen und Gruppen zusammenarbeitet, betreibt in Kenia rund zehn Kinderheime. Insgesamt ist sie nach Informationen auf ihrer Website in 15 Ländern weltweit aktiv.

Tschad zum Prozess entschlossen

Der Tschad ist derweil fest entschlossen, den sechs angeklagten Mitarbeitern der französischen Hilfsorganisation Arche de Zoé bei sich den Prozess zu machen. Dies bekräftigte der tschadische Innenminister. Die Franzosen für ein Verfahren in ihre Heimat auszuliefern, wäre «eine Beleidigung für die tschadische Bevölkerung», sagte Innenminister Ahmat Mahamat Bachir der Tageszeitung «Le Parisien/Aujourd'hui en France». Die «Banditen» hätten ihre Taten im Tschad begangen, deshalb sollten sie auch dort verurteilt werden und ihre Strafe verbüssen: «Sollen sie unsere Gefängnisse schmecken!», betonte der Innenminister des zentralafrikanischen Landes.

(fest/sda)

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