Verdrängungskampf
Auch bekannte Köpfe rollen im Nationalrat
publiziert: Montag, 24. Okt 2011 / 09:52 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 25. Okt 2011 / 09:51 Uhr

Bern - Durch die Gewinne von Grünliberalen und BDP oder durch Kollegen aus der eigenen Partei sind etliche profilierte Köpfe aus dem Nationalrat verdrängt worden.

4 Meldungen im Zusammenhang
In Luzern sprang CVP-Politiker Pius Segmüller über die Klinge. Der ehemalige Kommandant der Schweizer Garde im Vatikan unterlag seinem Parteikollegen Leo Müller. Der Berner CVP-Mann und Versicherungslobbyist Norbert Hochreutener wurde abgewählt.

Von Parteikollegen überholt wurden die SVP-Nationalräte Christian Miesch (BL) und Marcel Scherrer (ZG), ein Bauernvertreter. In der Zürcher SVP-Deputation büsste Ulrich Schlüer seinen Sitz ein.

Der Chefredaktor der «Schweizerzeit» und Kämpfer gegen die Schulharmonisierung war bereits 2007 abgewählt worden, rutschte dann aber dank der Wahl Ueli Maurers zum Bundesrat nach. Wenig Glück brachte SVP-Wahlmaskottchen «Zottel» zudem seinem Halter, Ernst Schibli. Auch er wurde abgewählt.

Die beiden werden durch alt Bundesrat und Parteistratege Christoph Blocher sowie den Zürcher Hauseigentümer-Präsidenten Hans Egloff ersetzt.

Der Berner Abordnung der SVP gehört der Hardliner Thomas Fuchs nicht mehr an.

Patientenschützerin statt Bauernvertreter

Mit Elmar Bigger kann ein weiterer SVP-Bauernvertreter im Kanton St. Gallen nicht mehr nach Bern zurück. Statt seiner nimmt die Patientenschützerin Margrith Kessler im Rat Einsitz.

Im Jura muss SVP-Mann Dominique Baettig seinen Sitz zugunsten eines CVP-Mitglieds räumen.

In Graubünden muss der FDP-Mann Tarzisius Caviezel nach vier Jahren wieder abtreten. Nach der Abwahl des Präsidenten des Eishockeyclubs Davos ist die FDP des Bergkantons erstmals seit 1919 nicht mehr in der Grossen Kammer vertreten. Sein Sitz fällt ebenfalls an die Grünliberalen.

In Neuenburg beendete die Nicht-Wiederwahl Sylvie Perrinjaquets politische Karriere. Sie war auch Regierungsrätin.

Bekannte Grüne weg

Besonders viele profilierte Köpfe rollen bei den Grünen. In Zug verlor der Grün-Alternative Josef Lang seinen Sitz an die FDP, die damit ein Comeback schafft. Brigit Wyss, ehemalige Bundesratskandidatin der Grünen aus Solothurn, kann auch nicht an ihr Nationalratspult zurück.

Prominente Zugänge

Die profilierten Abgänge werden indessen durch bekannte Köpfe ersetzt. Im Kanton Bern schaffte der ehemalige TV-Journalist Matthias Aebischer als Quereinsteiger für die SP den Sprung in die Grosse Kammer.

Prominenz ist allerdings nicht alles: Herzchirurg Thierry Carrel und Ex-Skirennfahrerin Corinne Schmidhauser hingegen wurden auf der FDP-Liste nicht gewählt.

(bert/sda)

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Sitzgewinne für die neuen Parteien im Nationalrat.
Vom abgewählten
Herr Schlüer wird man noch genug hören. Das ist auch wichtig, denn nur vereinzelt getrauen sich Politiker die Probleme ungeschminkt beim Namen zu nennen wie U. Schlüer. Und Herr Schlüer tat das erst noch mit fundiertem Wissen in der Sache. An Politiker vom Format wie U. Schlüer fehlt es in der CH noch gewaltig.
Ende der Kirschtortenhistorien
und -hysterien.
:-D
Das war das erfreulichste aller Ergebnisse.
Yep, war Zeit für etwas Wechsel
Da sind wir uns mal voll einig.
Abgewählt zum Wohle der Schweiz
Jo Lang, Ulrich Schlüer, Norbert Hochreutener, Brigitt Wyss.

Alle abgewählt, ZUM WOHLE DER SCHWEIZ. Soviel ist klar und gilt bei diesen 4 besonders.
 
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