Auf Druck Chinas zeigt Nordkorea Gesprächsbereitschaft
publiziert: Dienstag, 22. Jul 2003 / 07:49 Uhr

Peking - Die USA und China wollen offenbar in Kürze ihre Atomgespräche mit Nordkorea wieder aufnehmen. Der britische Premierminister Tony Blair kündigte Gespräche für die nächsten Wochen an.

Nordkoreas Staatschef Kim Jong Il.
Nordkoreas Staatschef Kim Jong Il.
Blair sagte dies in der chinesischen Hauptstadt Peking nach Gesprächen mit der chinesischen Regierung. Vor allem der diplomatische Druck Chinas auf Pjöngjang habe der nordkoreanischen Regierung deutlich gemacht, dass sie ihre Haltung in der Nuklearfrage ändern müsse.

Er gehe von einer einvernehmlichen Beilegung des Streits aus, sagte Blair. Der britische Regierungschef sprach sich dafür aus, auch Südkorea und Japan an den Verhandlungen zu beteiligen. Im April hatten Vertreter Nordkoreas, Chinas und der USA in Peking schon einmal über die Nuklearfrage gesprochen.

Chinas Präsident Hu Jintao hatte kürzlich einen Gesandten nach Nordkorea geschickt, um die dortige Regierung zu einer Wiederaufnahme der Gespräche zu bewegen. China ist der einzige Verbündete der international isolierten kommunistischen Führung in Pjöngjang.

Mit dem Eingeständnis im vergangenen Oktober, sein Nuklearprogramm entgegen dem Abkommen von 1994 heimlich weiter betrieben zu haben, hatte Nordkorea die Atomkrise ausgelöst. Die USA hatten daraufhin ihre Öl- und Hilfslieferungen an das Land gestoppt. Im Januar kündigte Nordkorea dann den Atomwaffensperrvertrag auf.

(bsk/sda)

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