Auf der Venus gabs Wasser - Geheimnis unter Wolken
publiziert: Mittwoch, 28. Nov 2007 / 23:33 Uhr

Paris - Auch auf der Venus hat es wie auf der Erde einmal Meere gegeben. Zu diesem Ergebnis kommen die Wissenschafter der Europäischen Raumfahrtagentur ESA nach der Auswertung von Daten, die die europäische Raumsonde «Venus Express» geliefert hat.

Künstliche Reproduktion des Venus Express.
Künstliche Reproduktion des Venus Express.
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Doch anders als auf unserem blauen Planeten hat sich auf dem Morgen- und Abendstern eine lebensfeindliche Atmosphäre entwickelt, die zu 96,5 Prozent aus Kohlendioxid (CO2) besteht und wo Temperaturen von über 450 Grad herrschen.

«Das Wasser, das es in der Vergangenheit auf der Venus gab, ist einfach verdunstet. Es gibt noch Spuren davon in ihrer Atmosphäre und wir können diesen Prozess noch aktuell beobachten», sagte ESA-Wissenschafter Hakan Svedhem zur Nachrichtenagentur AFP.

Sonnennähe

Dass das Wasser auf der Venus verdunstet ist und auf der Erde nicht, liegt nach Ansicht der ESA möglicherweise an der geringeren Entfernung zur Sonne von 108 Millionen Kilometern. Die Erde ist hingegen 149 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt.

Doch auch nach bisher insgesamt 30 Venus-Missionen seit 1962 hat der Planet noch nicht alle seine Geheimnisse preisgegeben. Eine dichte Decke aus Schwefelsäure-Wolken verhindert bis heute gute Bilder von der Oberflächenstruktur des Planeten.

Temperaturschwankungen

Die Zusammensetzung der Atmosphäre konnte der «Venus Express» mittels eines speziellen Lichtspektrums analysieren. So stellten die ESA-Wissenschafter fest, dass die Winde in den oberen Atmosphärenschichten der Venus mit dreifacher Orkangeschwindigkeit wehen und die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht um bis zu 40 Grad Celsius schwanken. Die Raumsonde konnte auch den ersten eindeutigen Beweis für Blitze liefern.

Europas erste Venus-Mission war im November 2005 gestartet worden. Die Sonde erreichte im April vergangenen Jahres die Umlaufbahn der Venus und sendet seitdem regelmässig Daten von dem Planeten. Ihre Mission soll im Mai 2009 enden.

(ht/sda)

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