'Auf diesem Turnier können wir aufbauen'
publiziert: Freitag, 13. Mai 2005 / 08:00 Uhr

Wenig, ganz wenig fehlte resultatmässig nur bis zur Sensation gegen Schweden und den ersten Schweizer Halbfinaleinzug seit 1998. "Wir haben insgesamt dennoch gut gespielt", befand der logischerweise enttäuschte Thomas Ziegler.

"Schade, haben wir die Tore nicht gemacht", analysierte Ziegler.
"Schade, haben wir die Tore nicht gemacht", analysierte Ziegler.
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"Wir hatten ein paar gute Chancen, wenn auch nicht allzu viele. Schade, haben wir die Tore nicht gemacht", analysierte der starke Allround-Center Ziegler wenige Minuten nach Spielschluss. Dass man ein perfektes Spiel zeigen müsse, um die Schweden bezwingen zu können, war man sich lange vor dem Viertelfinal in Innsbruck im Schweizer Lager einig gewesen.

Der Anfang verlief auch nach Drehbuch: Martin Plüss´ Powerplaytor zum 1:0 war der perfekte Auftakt. Die Führung hatte aber nur während 315 Sekunden und bis zum Tor von Niklas Kronwall Bestand, nachher übernahmen immer mehr die Schweden die Regie.

"Unforced Errors"

Im zweiten Drittel begingen dann die Schweizer zu viele "Unforced Errors": Der zwischen den Pfosten wie immer an diesem Turnier bestechend sichere Martin Gerber offenbarte ausserhalb des Torraums im Stockhandling ungewohnte Schwächen, hinzu kamen mehrere vermeidbare Strafen, inklusive einer wegen zu vielen Spielern.

Dennoch zeigten die Krueger-Boys defensiv eine starke Leistung, hatten durch Romano Lemm (55.) und Olivier Keller (57.) sogar noch Ausgleichschancen und durften bis in die allerletzten Sekunden auf den Exploit hoffen. Zieglers Analyse war eindeutig: "Wir wussten, dass sie eine starke mannschaft haben und wir einige Druckphasen würden ertragen müssen. Aber wir haben nicht schlecht gespielt."

"Zu viele Strafen gegen die Grossen"

Der verpassten Sensation gegen die absolute Eishockey-Grossmacht Schweden zum Trotz: Mit der dritten Viertelfinal-Qualifikation hintereinander, der sechsten unter Krueger in acht Turnieren, sieben erreichten Punkten und dem Gewinn aller drei Schlüsselspiele haben die Schweizer das Soll mehr als erfüllt. Ganz zufrieden war Ziegler aber nicht: "Nur schade, haben wir gegen die grossen Mannschaften mehrheitlich viele Strafen kassiert, sonst hätten wir sie noch mehr fordern können."

Die positive Bilanz gilt aber umso mehr, da die meisten Teams infolge des Lockouts ein wesentlich grösseres Kontingent an NHL-Stars aufbieten konnten, die Schweiz, ausser auf der Goalieposition, aber nicht. "Es ist jedes Jahr schwierig unter die Top 8 zu kommen, aber wir haben dies nun dreimal in Serie geschafft. Darauf können wir aufbauen", so Ziegler, der zusammen mit Gerber und Patrick Fischer wohl stärkste Schweizer des Turniers.

Die Schweiz in WM-Viertelfinals
1992 WM in Prag: Schweiz - Deutschland 3:1. -- Hollenstein (48.) und Triulzi (49.) schossen die Schweiz zum Sieg. Nach Niederlagen gegen Schweden und Tschechien resultierte Platz 4.

2000 WM in Sankt Petersburg (Russ): Kanada - Schweiz 5:3. -- Bis zur 53. Minute führte die Schweiz 3:2. Es resultierte Platz 6.

2003 WM in Helsinki: Slowakei - Schweiz 3:1. -- Bis zur 28. Minute führte die Schweiz 1:0. 8. Schlussrang.

2004 WM in Prag: Slowakei - Schweiz 3:1. -- Wieder führte die Schweiz 1:0, diesmal bis zur 32. Minute. Wieder Platz 8.

2005 WM in Wien: Schweden - Schweiz 2:1. -- Führung durch Martin Plüss schon in der 2. Minute, Schweden glich fünf Minuten später aus. Zum dritten Mal in Folge Rang 8.

(von Marco Keller, Innsbruck/Si)

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