Jaroslawl wird KHL-Saison spielen
Aufbauhilfe nach Flugzeugabsturz?
publiziert: Donnerstag, 8. Sep 2011 / 12:27 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 8. Sep 2011 / 16:19 Uhr
Spielte für Lokomotive Jaroslawl: Robert Dietrich ist eines der Opfer des tragischen Unglücks.
Spielte für Lokomotive Jaroslawl: Robert Dietrich ist eines der Opfer des tragischen Unglücks.

Nach dem Flugzeugabsturz mit dem russischen Eishockey-Team Lokomotive Jaroslawl will der Verein mit Spielern aus anderen Klubs sowie eigenen Junioren die KHL-Saison bestreiten.

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«Viele Spieler aus der KHL haben in den ersten Stunden nach der Tragödie ihren Wunsch erklärt, für Lokomotive antreten zu wollen», sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Kontinentalen Eishockey-Liga (KHL), Wjatscheslaw Fetisow. Innerhalb der nächsten zwei bis drei Tagen werde eine neue Mannschaft aufgestellt, die sofort in der KHL mitspielt.

«Dies sagt eine Menge über die Verbundenheit der Spieler und die Tradition unseres Eishockeys», sagte Fetisow weiter. Auch Fans anderer Vereine unterstützen die Idee. Anhänger von Spartak Moskau schlugen vor, dass vor allem ehemalige Nachwuchsakteure von Lokomotive zu ihrem Ausbildungsverein zurückkehren sollten. Cheftrainer der neuen Mannschaft soll nach Angaben von Fetisow der Coach der Lokomotive-Nachwuchsequipe, Pjotr Worobjow, werden.

Es wäre nicht das erste Mal, dass nach einem Unglück eine Sportmannschaft mit Akteuren anderer Vereine weiterspielt. Nachdem 1979 die Fussballer des damaligen sowjetischen Spitzenteams Pachtakor Taschkent bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen waren, gaben die übrigen Vereine Akteure ab. Zudem war beschlossen worden, dass Taschkent drei Jahre lang nicht absteigen konnte.

43 Todesopfer

Das Unglück bei Jaroslawl forderte 43 Todesopfer. Die zwei Überlebenden, der Spieler Alexander Galimow und ein Crewmitglied, wurden nach Moskau in Spezialkliniken geflogen. Ihr Zustand ist kritisch. Die Suche nach der Unglücksursache dauerte an. Möglicherweise war ein Motor nicht funktionstüchtig und der Pilot nicht ausreichend auf die Notlage vorbereitet.

Kremlchef Medwedew wies die Behörden an, die Flugzeugflotte auf den Prüfstand zu stellen. «Priorität haben die Passagiere, nicht die Interessen der Luftfahrtbranche», betonte Medwedew bei einem Treffen mit Verkehrsminister Igor Lewitin. Medien berichteten, dass es in letzter Zeit wiederholt Probleme mit Flugzeugen der verunglückten Jak-Maschine gegeben habe. Demnach sind immer noch 100 Maschinen des Typs im Einsatz.

Medwedew kündigt genaue Überprüfung an

Russlands Staatschef Dimitri Medwedew kündigte eine genaue Überprüfung des Unglücks an. «Ich habe das Untersuchungskomitee und die Regierung angewiesen, eine gründliche Untersuchung vorzunehmen», sagte Medwedew bei einem Besuch am Unglücksort im Dorf Tunoschna in unmittelbarer Nähe der Stadt Jaroslawl.

Es sei «nicht möglich, so weiter zu machen», machte Medwedew während eines Treffens mit Verkehrsminister Igor Lewitin und Katastrophenschutzminister Sergej Schoigu deutlich. Um sichere Flugzeuge zu bauen, müssten in Russland «moderne Unternehmen» entstehen. Andernfalls müsse das Land Flugzeuge im Ausland kaufen. Bereits im Juni, Juli und August hatten sich in Russland drei schwere Flugzeugunglücke mit alten Maschinen mit insgesamt 63 Todesopfern ereignet.

(bg/Si)

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