Aufdenblatten im Training auf Platz 3
publiziert: Donnerstag, 7. Feb 2008 / 15:45 Uhr

Fränzi Aufdenblatten, die am Mittwoch Bestzeit aufgestellt hatte, fuhr auch im 2. Training zur Weltcup-Abfahrt von Sestriere schnell. 0,17 hinter Renate Götschl und 0,13 hinter Julia Mancuso erzielte sie die drittbeste Zeit. Dazu kamen vier weitere Scheizerinnen in die ersten Zwölf.

Fränzi Aufdenblatten hat bewiesen, dass sie auch bei diesen Verhältnissen zu den Mitfavoritinnen zählt.
Fränzi Aufdenblatten hat bewiesen, dass sie auch bei diesen Verhältnissen zu den Mitfavoritinnen zählt.
Mit den veränderten Pistenverhältnissen (kompakter und schneller) schoben sich die Favoritinnen wieder nach vorn.

Renate Götschl, die auf der «Banchetta-Nasi»-Piste 1997 Kombinations-Weltmeisterin und 2004 Abfahrtssiegerin im Weltcup geworden war, deutete an, dass mit ihr wieder zu rechnen ist, obwohl sie in diesem Winter noch kein Rennen gewonnen hat.

«So gefällt mir die Strecke wesentlich besser», meinte die 32-jährige Österreicherin, die ihren 25. Abfahrtssieg anvisiert.

Schnellere Piste

Gegenüber Mittwoch war die Piste fünf bis sechs Sekunden schneller. Mit 106,26 km/h erreichte Götschl ein Stundenmittel, das 25 km/h höher lag als jenes bei den Männern im ersten Training auf der «Face de Bellevarde» von Val d'Isère und immer noch 20 km/h höher als dort im Rennen.

Aufdenblatten bewies (mit dem gleichen Ski!), dass sie auch bei diesen Verhältnissen zu den Mitfavoritinnen zählt. Nur auf dem flachen Startteil büsste sie gegenüber der Konkurrenz Zeit ein. Auf dem Rest der Strecke war sie die Schnellste. «Dabei habe ich aus Sicherheitsgründen vor dem Borgata-Sprung vor dem Ziel Tempo weggenommen», erklärte die Walliserin, die dort im ersten Training fast 50 m weit gesprungen war.

Wie Götschl und Mancuso steigerte sich auch Nadia Styger (5.) gegenüber dem Vortag (nur 40.) gewaltig, und dazu fuhren auch Monika Dumermuth (8.), Martina Schild (10.) und Dominique Gisin (12.) stark. Dabei war vor allem Gisin alles andere als zufrieden: «Die Zeit ist noch das Beste. Erneut ist mir auf jedem Abschnitt ein Fehler unterlaufen. Diese muss ich bis zum Rennen ausmerzen.»

Auf das Rennen verzichten wird voraussichtlich die dritte Innerschweizerin, Fabienne Suter, die in St. Moritz in ihrer ersten Weltcup-Abfahrt gleich Siebente geworden war: «Ich werde in den nächsten Tagen vermutlich Riesenslalom trainieren und mich auf den Super-G vom Sonntag konzentrieren».

2. Training:
1. Renate Götschl (Ö) 1:40,45. 2. Julia Mancuso (USA) 0,04 zurück. 3. Fränzi Aufdenblatten (Sz) 0,17. 4. Ingrid Jacquemod (Fr) 0,48. 5. Nadia Styger (Sz) 0,54. 6. Britt Janyk (Ka) 0,55. 7. Emily Brydon (Ka) 0,57. 8. Monika Dumermuth (Sz) 0,62. 9. Elisabeth Görgl (Ö) 0,65. 10. Martina Schild (Sz) 0,72. 11. Maria Holaus (Ö) 0,74. 12. Dominique Gisin (Sz) 1,01. 13. Maria Riesch (De) 1,13.

Ferner 15. Lindsey Vonn (USA) 1,18. 21. Catherine Borghi (Sz) 1,50. 25. Anja Pärson (Sd) 1,65. 28. Tina Maze (Sln) 2,02. 36. Sylviane Berthod (Sz) 2,86. 43. Carmen Casanova (Sz) 3,39. 45. Fabienne Suter (Sz) 3,60.

Nicht gestartet: Nicole Hosp, Marlies Schild, Andrea Fischbacher und Christine Sponring (alle Ö).

(bert/Si)

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