Griechisches Gesundheitsministerium gestürmt
Aufgebrachte Rentner stürmen Gesundheitsministerium in Athen
publiziert: Dienstag, 4. Sep 2012 / 19:42 Uhr
Nach Berichten von Augenzeugen kam es zum Tumulten. (Archivbild)
Nach Berichten von Augenzeugen kam es zum Tumulten. (Archivbild)

Athen - Aus Protest gegen Probleme bei der medizinischen Versorgung haben aufgebrachte Rentner am Dienstag das griechische Gesundheitsministerium gestürmt. Rund 40 Senioren drangen in das Büro von Minister Anderas Lykourentzos ein.

Kurszentrum für griechische Kultur und Theater
Karidiès
Joke Smitplein 107
3581 PZ Utrecht
5 Meldungen im Zusammenhang
Nach Berichten von Augenzeugen kam es zum Tumulten. Verletzt wurde jedoch niemand. Der Minister verurteilte die Aktion scharf und bezeichnete die Rentner als «Schufte». Später erklärte Lykourentzos, er habe nicht die Rentner im Allgemeinen, sondern das Benehmen einzelner kritisiert.

Sie hätten das Büro kurz besetzt, weil der Minister sie nicht sehen wollte. «Er hat uns als Schufte beschimpft», sagte ein Demonstrant im Fernsehen. Vor dem Ministerium hatten sich inzwischen hunderte Rentner versammelt. Später beruhigte sich die Lage.

Gut neun Millionen Versicherte der grössten Krankenkasse EOPYY müssen seit Montag ihre Medikamente in den Apotheken zunächst selbst bezahlen und können den Betrag erst anschliessend bei der Kasse einfordern. Auch viele Ärzte behandeln diese Kassenpatienten seit Montag nur noch gegen Barzahlung.

Der griechische Staat schuldet den Apothekern und Ärzten nach Angaben ihrer Verbände hohe Summen. Viele griechische Krankenkassen stehen kurz vor dem Zusammenbruch. Wegen der Rezession sind ihre Einnahmen um rund 40 Prozent eingebrochen.

Protest der Polizei

Auch die Stimmung unter griechischen Polizisten, Richtern und Spitalärzten ist aufgeheizt, seit das Finanzministerium ihnen mitgeteilt hat, dass ihre Bezüge weiter gekürzt werden sollen.

Die Polizisten wollen am Donnerstag in Athen gegen zum 1. Juli rückwirkend geltende Gehaltskürzungen in Höhe von 7,5 Prozent auf die Strasse gehen. Ab 1. Januar kommenden Jahres sollen sie auf weitere 12 Prozent Einkommen verzichten. Damit würde ein Polizist nur noch 610 Euro monatlich verdienen.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Athen - 50'000 Menschen haben vor dem Parlament in Athen gegen das Sparprogramm der Regierung protestiert. Am ... mehr lesen
Die Beamten setzten Tränengas und Blendgranaten ein, wie das Fernsehen zeigte. (Symbolbild)
Athen/Thessaloniki - Mehr als 12'000 Menschen haben am Samstagabend in der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki gegen ein neues Sparprogramm protestiert. Der anfangs friedliche Protest wurde später überschattet von Ausschreitungen einer Gruppe Autonomer. mehr lesen  6
Die Regierung in Athen konnte nach hartem Ringen eine Einigung finden.
Athen - Der massive Druck aus Europa zeigt Wirkung: Die griechische Regierungskoalition hat sich nach hartem Ringen im ... mehr lesen
Athen - Das neue griechische Sparpaket ist nach Regierungsangaben fertig. Der griechische Finanzminister Ioannis Stournaras verkündete nach einem Treffen mit dem ... mehr lesen
Griechische Staatsbedienstete müssen sich auf Lohnkürzungen einstellen.
Troika-Kontrolleure prüfen das Milliarden-Sparpaket.
Athen - Für Athen wird es ernst: Die Kontrollen der Geldgeber gehen auf die ... mehr lesen
Alexis Tsipras überrascht mit einem neuen Vorschlag.
Neuer Vorschlag am Mittwoch erwartet  Athen - Die Euro-Finanzminister haben die Bitte Griechenlands um Verlängerung des um Mitternacht auslaufenden Hilfsprogramms abgelehnt. Damit verliert das pleitebedrohte Land endgültig den Zugriff auf Hilfsmittel von insgesamt rund 18 Milliarden Euro. 
Weiteres Auf und Ab beim Euro-Franken-Kurs Zürich - Beim Euro-Franken-Kurs ist es am Dienstag zu weiteren kleineren ...
Tsipras will bei Referendum-Niederlage zurücktreten Athen - Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras erhöht vor dem ...
Teilweiser Zahlungsausfall von griechischen Banken New York - Die Ratingagentur Fitch hat am Montag vier Banken in ... 1
China mischt sich in Griechenland-Drama ein Brüssel - China mischt sich in den Streit zwischen der griechischen Regierung ...
Etschmayer Terrorismus beherrscht die Schlagzeilen. Und wo kein Terror von der Titelseite schreit, ist Griechenland. Trauriges Alternativprogramm oder ... mehr lesen  
Wer ist schrecklicher: Diese IS-Barbaren oder die White-Collar-Terroristen der Euro-Gruppe?
Teilweiser Zahlungsausfall von griechischen Banken New York - Die Ratingagentur Fitch hat am Montag vier Banken in Griechenland einen ... 1
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3126
    Europa als nächstes Schlachtfeld! Man weiss längst welche Routen IS-Schläfer benutzen, um nach Westeuropa ... heute 07:49
  • thomy aus Bern 4248
    Liebe/r zombie1969 Ich denke, es ist weitgehend leider so, wie Sie dies schildern! Es kann ... gestern 19:16
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3126
    Daesh nur Mittel zum Zweck! Man sollte die Lage topologisch, nicht topografisch denken. Es geht um ... gestern 13:35
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3126
    Gaza... ist kein beliebiges Land, sondern ein aggressives, von einem ... gestern 13:04
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3126
    Hier... kommen Menschen aus ganz unterschiedlichen Kulturkreisen zusammen, die ... gestern 12:15
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3126
    Das... Heer an frustrierten, perspektivlosen und daher leicht manipulierbaren ... gestern 11:46
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3126
    Man... muss sich in Europa nun mit Zuständen wie in Israel, permanente Angst ... gestern 08:24
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3126
    Die... Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus ist lediglich politische ... So, 28.06.15 11:30
Kurszentrum für griechische Kultur und Theater
Karidiès
Joke Smitplein 107
3581 PZ Utrecht
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DI MI DO FR SA SO
Zürich 16°C 25°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Basel 12°C 25°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
St.Gallen 18°C 27°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Bern 14°C 30°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Luzern 16°C 30°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Genf 15°C 33°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Lugano 19°C 28°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten