Aufräumarbeiten trotz neuer Unwetterwarnungen
publiziert: Freitag, 7. Jan 2011 / 15:51 Uhr / aktualisiert: Freitag, 7. Jan 2011 / 16:43 Uhr
Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen.
Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

Rockhampton - Trotz Unwetterwarnungen haben die Bewohner der überschwemmten Gebiete im Nordosten Australiens nach einem leichten Rückgang der Fluten mit Aufräumarbeiten begonnen. Am Freitag kehrten einige Flutopfer in ihre vom Schlamm verwüsteten Häuser zurück.

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Währenddessen kam es mancherorts erneut zu schweren Regenfällen. Zwar verschlimmere sich die Hochwasserlage dadurch nicht, die Aufräumarbeiten würden aber behindert, teilten die Behörden mit.

Der gesamte Schaden durch die Flut stehe noch nicht fest, sagte der mit der Leitung des Wiederaufbaus beauftragte Generalmajor Mick Slater. Die Beseitigung der Schäden könne Jahre dauern. «Wir wissen immer noch nicht, wie es unter Wasser aussieht», erklärte er. «Hauptstrassen, Bahnstrecken und Brücken sind alle beschädigt, aber wir wissen nicht wie stark.»

Kohleminen geschlossen

Die Ministerpräsidentin des Staates Queensland, Anna Bligh, rechnete mit bis zu fünf Milliarden Dollar für den Wiederaufbau der Häuser, Unternehmen und der Infrastruktur. Etwa 40 Kohleminen sind aufgrund der Überschwemmungen geschlossen, weltweit sind deswegen die Preise gestiegen.

Schwer getroffen wurde aber auch die Landwirtschaft. Insbesondere der Anbau von Weizen, Mango, Zuckerrohr und anderen Feldfrüchten hat Schäden zu verzeichnen.

10 Todesopfer

In der von der Aussenwelt abgeschnittenen 75'000-Einwohner-Stadt Rockhampton konnten die Menschen noch nicht zu ihren Häusern zurückkehren, weil der Wasserpegel nur sehr langsam sank. Der Wetterdienst erwartete für das Wochenende neue schwere Regenfälle in der Region.

In Queensland mussten fast 4000 Menschen ihre Häuser verlassen. Rund 1200 Häuser wurden überflutet, fast 11'000 beschädigt. Das Überschwemmungsgebiet ist grösser als Deutschland und Frankreich zusammen.

Nach Polizeiangaben sind seit Ende November zehn Menschen in den Fluten oder angeschwollenen Flüssen ums Leben gekommen.

(ht/sda)

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