Konferenz der UNO
Aufruf zu mehr Hilfe für ärmste Staaten
publiziert: Montag, 9. Mai 2011 / 12:31 Uhr / aktualisiert: Montag, 9. Mai 2011 / 13:35 Uhr
Abdullah Gül fordert verstärkte Anstrengungen, um den ärmsten Staaten eine Perspektive zu geben.
Abdullah Gül fordert verstärkte Anstrengungen, um den ärmsten Staaten eine Perspektive zu geben.

Istanbul - Bei einer UNO-Konferenz der 48 ärmsten Staaten der Welt hat der türkische Präsident Abdullah Gül zu verstärkten internationalen Hilfen aufgerufen. Ohne Perspektiven für die 900 Millionen Menschen in diesen Ländern werde es keinen dauerhaften Frieden und Wohlstand geben.

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Zum Auftakt der 4. UNO-Konferenz der am wenigsten entwickelten Länder (LDC-IV) in Istanbul forderte Gül verstärkte Anstrengungen, um die Landwirtschaft, Bedingungen für Investitionen und das Bildungssystem aufzubauen. Die Stärkung der Rechte von Frauen sei ein Schlüssel zur Entwicklung, sagte er.

Im Jahr 1971 seien noch 25 Staaten zur Gruppe der am wenigsten entwickelten Länder gezählt worden, heute seien es 48. «Der Abstand zwischen diesen Staaten und dem Rest der Welt vergrössert sich», sagte Gül, dessen Land Gastgeber der Konferenz ist. «Einfach so weitermachen ist keine Option.»

Auch die Schweiz an der Konferenz vertreten

Die Teilnehmer der Konferenz wollen ein Istanbuler Programm vorlegen, das Wege und Ziele der Entwicklungspolitik für die kommenden Jahre formulieren soll. Bis zum Freitag werden mehr als 50 Staatschefs und mehr als 100 Minister erwartet.

Teilnehmer gibt es auch aus Staaten, die nicht zur Gruppe der am wenigsten entwickelten Länder gehören. So ist auch die Schweiz mit einer Delegation unter der Leitung von DEZA-Direktor Martin Dahinden vertreten.

Einbezug der Privatwirtschaft

Im Rahmen der Konferenz lanciert das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) zusammen mit UNO-Organisationen ein Unterstützungsprogramm zur besseren Integration der ärmsten Entwicklungsländer in den Welthandel.

Laut dem Aussendepartement (EDA) wird die Schweizer Delegation zudem an verschiedenen Anlässen der UNO-Initiative «Global-Compact» teilnehmen. Der «Pakt» zwischen den Vereinten Nationen und der Privatwirtschaft hat zum Ziel, die Globalisierung sozialer und ökologischer zu gestalten.

Dem Netzwerk gehören Unternehmen an, die sich zur Achtung der Prinzipien der Menschenrechte, der Arbeitsnormen, des Umweltschutzes und der Korruptionsbekämpfung bekennen.

(bg/sda)

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