Aufruf zu religiöser Toleranz
publiziert: Dienstag, 3. Okt 2006 / 18:28 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 3. Okt 2006 / 18:47 Uhr

Frankfurt - Mit einem eindringlichen Plädoyer für kulturelle Vielfalt und gegen religiöse Intoleranz hat der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier die Frankfurter Buchmesse eröffnet.

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In den europäischen Gesellschaften dürfe nicht zugelassen werden, «dass Menschen auf ihre kulturelle oder religiöse Zugehörigkeit verkürzt werden», sagte Steinmeier in seiner Ansprache in Frankfurt am Main. Dabei verwies er auf die «schrecklichen Folgen» in der deutschen Geschichte durch die Einengung von Identität.

Die Vielfalt in der Einheit sei möglich, hob der Aussenminister hervor und fügte hinzu: «Weil in unseren Gesellschaften Menschen verschiedenster Kulturen und Religionen zusammen leben können, wenn sie sich an die klaren und einfachen Regeln der Gesellschaft halten».

Steinmeier rief in Erinnerung, wie die europäischen Gesellschaften durch Migration und Einflüsse von aussen in der Vergangenheit immer wieder hinzugewonnen und sich verändert hätten.

Nachdrücklich wandte sich Steinmeier auch gegen religiösen Fanatismus. Mit Kant betonte er: «Eine Religion, die der Vernunft unbedenklich den Krieg ankündigt, wird es auf die Dauer gegen sie nicht aushalten.» Kultur lebe mehr als jede andere gesellschaftliche Sphäre vom freien Austausch und der Diskussion. Dies sollte gerade in Deutschland nicht vergessen werden.

(smw/sda)

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