Ausgang für Federvieh gefordert
publiziert: Montag, 20. Feb 2006 / 13:11 Uhr

Bern - Die Schweiz bleibt weiterhin von der Vogelgrippe verschont.

Bisher wurden erst wenige Gesuche bearbeitet.
Bisher wurden erst wenige Gesuche bearbeitet.
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Während die Seuche die Wildvögel im umliegenden Ausland dahinrafft, wurde hierzulande noch kein Fall bestätigt. Trotzdem muss das Schweizer Federvieh nun wieder im Stall bleiben.

Mehrere Dutzend Geflügelhalter und mehrere Zoos wollen ihre Tiere aber dennoch ins Freie lassen. Doch erst über wenige Ausnahmegesuche wurde entschieden.

Bereits bewilligt wurde die Freilandhaltung von Vögeln im Tierpark Goldau SZ, wie es beim Laboratorium der Urkantone auf Anfrage hiess.

Und auch der Kanton Aargau hiess bisher drei Gesuche für einen Schlossteich und zwei Straussenhalter gut. Insgesamt gingen im Aargau bisher neun Ausnahmegesuche ein.

Noch nichts entschieden

Rund 30 Gesuche zählte der Kanton Zürich. Die Gesuchsteller seien neben dem Zoo Zürich Geflügelbetriebe und Hobbytierhalter, sagte der stellvertretende Kantonstierarzt Peter Rüsch gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Entschieden sei aber noch nichts. Der Kanton warte auf die nötige technische Weisung des Bundes.

In Graubünden ersuchten nach Angaben des stellvertretenden Kantonstierarztes «wenige» Entenhalter um Ausnahmebewilligungen.

99,9 Prozent des Bündner Federviehs sind Hühner. In Luzern gingen 12 Gesuche ein, vor allem für Gänse und Strausse. Bewilligt wurde noch keines.

Strenge Linie fortsetzen

In Neuenburg waren bereits im Herbst sämtliche Ausnahmegesuche abgelehnt worden. Der Kanton will nach Auskunft des Veterinäramtes streng bleiben. Grund ist die Nähe Neuenburgs zu Frankreich.

Am Wochenende wurde im an die Schweiz grenzenden Departement Ain eine mit H5N1 infizierte Wildente gefunden. Bisher keine Ausnahmebewilligungen gewährten die Kantone Jura und Wallis.

Von den 120 Betriebe, die der Organisation kagfreiland angeschlossenen sind, hat keiner um eine Ausnahme ersucht, wie Geschäftsleiter Roman Weibel auf Anfrage sagte.

Alternativen gefordert

kagfreiland unterstützt zwar vorläufig die Stallpflicht, wünscht aber, dass an der nationalen Geflügeltagung am 1. März Alternativen aufs Tapet kommen.

Eine davon ist die Impfung. «Auch wenn aus unserer Sicht die Nachteile überwiegen, sollte sie geprüft werden», sagte Weibel dazu.

Untersucht werden sollte aus Sicht von kagfreiland auch, ob die Stallpflicht künftig auf Risikogebiete beschränkt werden könnte. Ein dritter Punkt ist die Ausmerz-Strategie. Auf Jahre hinaus sei die Stallpflicht keine Lösung.

(rr/sda)

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