Ausgangspunkt des Stromausfalls in Ohio
publiziert: Sonntag, 17. Aug 2003 / 07:56 Uhr / aktualisiert: Montag, 18. Aug 2003 / 00:07 Uhr

Washington/New York - Drei fehlerhafte Stromleitungen im US-Staat Ohio haben wahrscheinlich den schlimmsten Stromausfall in der Geschichte Nordamerikas verursacht. Das teilte Michehl Gent vom Nordamerikanischen Rat für Elektrische Zuverlässigkeit (NERC) mit.

Der Zusammenbruch des Stromnetztes soll in Ohio begonnen haben.
Der Zusammenbruch des Stromnetztes soll in Ohio begonnen haben.
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Es müsse nun geprüft werden, warum die Lage nicht unter Kontrolle gebracht wurde, nachdem die drei Leitungen ausgefallen seien. Wir sind jetzt ziemlich sicher, dass die Störung in Ohio begann, sagte Gent am Samstag.

Innerhalb von nur drei Minuten hatten sich am Donnerstagabend (Ortszeit) in einer Kettenreaktion mehr als 20 Kraftwerke in den USA und Kanada automatisch abgeschaltet. Mehr als 50 Millionen Menschen waren stundenlang vom Strom abschnitten.

Gemeinsame Arbeitsgruppe

Kanada und die USA hatten sich zuerst gegenseitig die Schuld an dem Desaster zugewiesen. US-Präsident George W. Bush und Kanadas Premierminister Jean Chretien einigten sich dann aber auf die Bildung einer gemeinsamen Arbeitgruppe zur Ursachensuche.

Am Samstag warteten noch immer hunderttausende Menschen in den USA und Kanada auf Strom. Selbst in Gebieten, in denen die Elektrizität wieder hergestellt war, fiel immer wieder die Elektrizität aus. Der Verkehr war beeinträchtigt, zahlreiche Flüge waren verspätet oder wurden gestrichen.

Insgesamt fünf Tote

Während des Stromausfalls waren in den USA drei Menschen an Bränden durch das Aufstellen von Kerzen gestorben. In Kanada starben zwei Menschen.

Auch nach der Rückkehr des Stroms hatten die Menschen mit den Auswirkungen zu kämpfen. In Cleveland am Erie-See wurden die Bürger aufgerufen, das Trinkwasser am Wochenende abzukochen. Das Trinkwasser könne wegen ausgefallener Pumpanlagen und Notfall-Systeme verschmutzt sein.

In der Autometropole Detroit herrschte Benzinmangel. Die meisten Tankstellen hatten geschlossen. In New York funktionierte der U-Bahn-Verkehr meist wieder. In New York rechnen Unternehmen mit Einnahmeausfällen von rund 750 Millionen Dollar (rund 1 Mrd. Fr.).

(bsk/sda)

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