Ausgedünntes Feld in Crans
publiziert: Mittwoch, 3. Sep 2008 / 13:57 Uhr

Kurzfristige Absagen prominenter Golfer haben das Teilnehmerfeld des morgen Donnerstag beginnenden European Masters in Crans-Montana ausgedünnt. Hauptattraktionen bleiben der alte Spanier Miguel Angel Jimenez und der junge Nordire Rory McIlroy.

Auch das schöne Panorama konnte die Golferelite nicht in die Berge locken.
Auch das schöne Panorama konnte die Golferelite nicht in die Berge locken.
Letzte Woche meldete sich Robert Karlsson ab, der Crans-Sieger von 2002. Der hünenhafte Schwede hatte sich verletzt und sprach davon, dass er sogar den Saisonhöhepunkt, den am 19. September beginnenden Ryder Cup (USA gegen Europa), verpassen könnte. Am Montag folgte eine weitere gewichtige Absage: Der Engländer Lee Westwood, der das European Masters 1999 gewann und heuer wie Karlsson eine der besten Saisons seiner Karriere erlebt, leidet an einer schweren Mandelentzündung.

Die in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfindende FedEx-Cup-Finalserie in den USA, in deren Verlauf 28 Millionen Dollar an Preisgeld und 35 Millionen Dollar an Prämien ausgeschüttet werden, hat den Organisatoren um Turnierdirektor Yves Mittaz die Verpflichtung von Superstars praktisch verunmöglicht.

Überdies stehen Ernie Els und Sergio Garcia, die während einigen Jahren regelmässig im Wallis erschienen sind (und je einmal gewonnen haben), nicht mehr auf der Liste der Werbebotschafter von Turnier-Titelsponsor Omega.

Als erschwerender Faktor kommt heuer der Ryder Cup dazu. Die Qualifikation ist letzten Sonntag zu Ende gegangen, verschiedene Spitzengolfer schonen sich für den prestigereichen Kontinentalwettkampf. Aus dem europäischen 12-Mann-Team ist einzig Jimenez in Crans am Start.

Phänomen McIlroy

Rory McIlroy war schon ein gemachter Mann, als er letzten Herbst im Alter von 18 Jahren zu den Profis wechselte. Werbeverträge sollen dem Nordiren mit dem Lausbubengesicht bereits Millionen eingetragen haben. Er gilt als das neue Wunderkind des Golfsports. Als Amateur wies er das unglaubliche Handicap von plus 6,0 vor. Dies war der beste jemals in Europa registrierte Wert. Der heutige spanische Superstar Sergio Garcia hatte es in seiner besten Zeit als Amateur 1998 «nur» auf plus 5,6 gebracht.

Im kleinen Rest der Saison 2007 benötigte McIlroy nur drei Turniere, um sich unter den besten 100 der Europa-Tour zu spielen und sich die Tourkarte für 2008 zu sichern. In der laufenden Saison ist die (erwartete) Stagnation eingetreten, für den jungen Burschen ist der Durchbruch aber nur eine Frage der Zeit.

Miguel Angel Jimenez ist ein krasser Gegensatz zu McIlroy. Mit 44 Jahren gehört der Spanier zu den bestandenen Figuren. In Crans startet er zum 21. Mal in Folge. Als derzeitige Nummer 3 der Europa-Rangliste erlebt der Golfer aus Malaga, der einer Zigarre und einem Glas Whiskey nie abgeneigt ist, eine seiner besten Saisons. Er siegte in Hongkong und -- besonders bemerkenswert -- an der Europa-PGA-Championship in Wentworth. Sowohl am US Masters (8.) als auch am US Open (6.) war er recht nahe an seinem ersten Majortitel.

Nach Westwoods Absage ist es den Organisatoren kurzfristig gelungen, Michael Campbell zu verpflichten. Der Neuseeländer steht seit dem US Open 2005 auf der Liste der Grand-Slam-Turniersieger. Nach einer langen sportlichen Krise ist er seit einigen Wochen wieder im Aufwind.

Turniersieger Bossert

Aus Schweizer Sicht dürfen die Erwartungen an dem mit 2 Millionen Euro dotierten Turnier höher angesetzt werden als in den letzten Jahren. André Bossert, mittlerweile 44, gewann Mitte Juli in Ramsau (Ö) ein Turnier der Challenge Tour und weckte Erinnerungen an seine beste Zeit in den Neunzigerjahren. Julien Clément hat sich von einer vierjährigen Baisse aufgefangen.

Der Genfer, der 2004 als bislang letzter Schweizer mit regulärem Spielrecht der Europa-PGA-Tour angehört hatte, wartete in dieser Saison ebenfalls auf der Challenge Tour mit verschiedenen Spitzenergebnissen auf. Die weiteren Schweizer Profis in Crans-Montana sind Martin Rominger, Nicolas Sulzer, Fredrik Svanberg und Tino Weiss. Als Amateure starten Ken Benz, Marc Dobias und Nicolas Thommen.

Raphaël De Sousa, der aktuell beste Schweizer Profi, könnte diesen Herbst als einer der besten 20 der Challenge-Tour-Gesamtwertung in die grosse Tour aufsteigen; derzeit belegt er den 16. Platz. Um in Bestform in die anstehenden, gut dotierten Challenge-Tour-Events in China und Kasachsten steigen zu können, gönnt sich De Sousa in dieser Woche eine Pause.

(Peter Lerch/Si)

 
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