
Diese Tage wurde das Presse-Foto des Jahres 2011 ernannt. Es zeigt eine schwarz-vollverschleierte Frau mit einem verletzten, halbnackten Mann im Arm. Die Jury zieht den Vergleich mit Michelangelos Pietà.
Das Pressefoto des Jahres 2011 ist eine Ohrfeige an all die arabischen Menschen, die sich gegen die Unrechtsregimes von Mubarak, Ben Ali und Ghaddhafi gewehrt haben! Wer den Arabischen Frühling durch eine islamistisch verkrüppelt-vollverhüllte Frau, deren Augenschlitz so klein ist, dass frau wohl sogar durch eine Burka besser sehen kann, dargestellt sieht und dies zum Symbol für den Kampf um Freiheit und Demokratie deklariert, kümmert sich keinen Deut um menschliche Freiheit. Auf dem Bild muss die Frau sogar Handschuhe tragen, um ihren Geliebten, Vater, Bruder oder Sohn zu umarmen. Denn in Jemen ist es für Frauen lebensentscheidend, jedes Stück weiblichen Menschen und weibliche Haut zu verhüllen.
Die Jury zieht den Vergleich mit Michelangelos Pietà. Wäre ich religiös, würde ich das blasphemisch nennen. Mutter Maria hat ein Antlitz. Die Muttergottes ist Mensch. Ihr Sohn in ihren Armen ist tot. Lesen wir die Bergpredig, dieses wunderbare Stück vorkommunistischer Utopie, ist der tote Mariensohn zusätzlich für eine gute Sache gestorben, von seiner Mama, die Augen zum Weinen, Haare zum Streicheln und einen Mund für Wehklagen hat, zärtlich und die Welt anklagend in den Armen gehalten.
Schon als die New York Times das Foto publizierte, überkam mich das grosse Grausen. Die Arabische Revolution als klassisch islamistische Inszenierung! Das wäre in etwa so, wie wenn wir die Französische Revolution in unseren Schulbüchern mit Bischöfen, welche die Bastille stürmen, bebildern würden.
Das Pressefoto des Jahres 2011 ist nackter politisch-propagandistischer Geschlechterzynismus. Die Frau trägt nicht einfach ein Kopftuch, was kein Thema wäre, sondern sie ist in einem schwarzen, vorhang-ähnlichen Grabtuch, das jede Weiblichkeit unter sich beerdigt, eingesperrt. Kein Gesicht, keine Individualität, keine Persönlichkeit hat diese arabische Frau. Sie ist stoffgewordene Religionsfolter.
Die Vollverschleierung macht sie zum austauschbaren Objekt. Das Pressefoto zeigt die Verherrlichung eines Frauen-Apartheitsregimes, vor dem alle Menschen, die für den Arabischen Frühling gekämpft haben, Angst haben.
Bilder schreiben Geschichten. Das Pressefoto 2011 wird als eine der grössten Fälschungen der aktuellen Geschichte in die Annalen verblödeter Jurys eingehen.
(Regula Stämpfli/news.ch)
länder in denen Frauen nicht Autofahren dürfen, Ehrenmorde legitimiert werden, Andersgläubige umgebracht werden, Karikaturen einen Volkszorn heraufbeschwören und in denen man Anderen im Land ihren Glauben aufzwingen wollen, darf man ruhig als rückständig bezeichnen.
Überall wo es auf der Welt Probleme gibt, sind die Muslime nicht weit. Äthiopien, Sudan, Somalia, Süd-Thailand, Indonesien, Bali. So lange Bomben und Hass den kulturellen Weltbeitrag der Muslime darstellen, werden sie nie den Hintern hochkriegen.
Nennen Sie mir doch auch mal ein Auto, Elektronik, Fluggerät, oder irgendein Produkt das in der arabischen Welt produziert wird (Waffen ausgenommen). Ausser Öl und Terror kommt von da nichts was die Welt beeinflusst. Nichts! Trotz Petromilliarden. Die arabische Welt hat Handys, TV und alle Gadgets der Welt. Geistig sind sie aber immer noch mehrheitlich im Mittelalter und noch nicht angekommen.
Die Welt verdankt ihnen Mathematik, Naturwissenschaften, Schrift. So viel. Warum also ging es in den letzten Jahrhunderten nur bergab? Wei sie durch die Einschränkungen und Bevormundung der Religion praktisch verblöden.
Und bevor Sie mir jetzt anti-muslimische Tendenzen vorwerfen, so kann ich Ihnen nur sagen das die obige Meinung selbst in arabischen TV-Sendungen durch muslimische Geistliche in Dubai vertreten wird. Auch meine (gebildeten) muslimischen Freunde vertreten diese Ansichten. Es gibt also auch Muslime die sich schämen dass ihre Länder einfach gar nichts richtig auf die Reihe bringen. Die Schuld liegt aber genau dort. Bei der grossen, stillen Mehrheit der Muslime, welche die Extremisten toleriert, sie gewähren lässt und sich nicht gegen sie stellt.
Muslime können sich auf nichts einigen und die Araber denken immer noch in Stämmen. Darum kann auf so etwas wie Syrien nur mit lächerlichen Aktionen reagiert werden. Golda Meir sagte einmal, dass sie sich an dem Tag wirklich Sorgen machen werde, an dem sich die Araber für einen Bus anstellen. Wie recht sie hatte!
So hält denn eine falsch ausgelegte und missbrauchte Weltreligion des Friedens eine ganze, beeindruckende und schöne Kultur in kollektiver Geiselhaft.
Aus dem Frühling wird ein Herbst und ein kalter Winter könnte folgen. Diktatoren durch Militärregimes zu ersetzen war wohl nicht die Absicht der mutigen Demonstranten und der Jugend.
Betreffend der Blasphemie muss man sich mit Ikonographie auseinandersetzen um zu verstehen, wie die Jury ein Bild kürt. Ich interpretiere, dass die Jury unbewusst ein starkes Bild aus dem Gedächnis benutzte und so eine Rückkoppelung aus der christilichen Ikonographie vor dem geistigen Auge stattfand. Die Jury ist offenbar stark aus der westlichen Kultur geprägt und trägt somit automatisch solche Bilder im Kopf. Siehe Gewinnerbild 1997. Mit diesem Hintergrund lässt sich vielleicht einfacher nachvollziehen, warum die Jury dieses Bild ausgewählt hat.
Zum Schleier machen sie im Prinzip genau das gleiche wie die Jury. In unserem kulturellen Umfeld gilt die Verschleierung als ungleichberechtigt und unwürdig. Fakt ist aber, dass dort diese Frauen den Schleier tragen müssen, weil es keine Gesetze gibt, die so etwas verbieten.
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