24 Stunden
Ausschreitungen bei Demonstration in Athen
publiziert: Mittwoch, 15. Jul 2015 / 21:10 Uhr

Athen - Bei einer Demonstration vor dem griechischen Parlament in Athen ist es am Mittwochabend zu Ausschreitungen gekommen. Eine Gruppe von rund 200 Autonomen mischte sich unter eine friedliche Demonstration von Gegnern des Sparprogramms.

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Sie lösten sich aus der Menge und warfen mehrere Brandflaschen auf Polizisten, wie das griechische Fernsehen Mittwochabend berichtete. Die Beamten setzten massiv Tränengas ein. Friedliche Demonstranten flüchteten in Panik.

Zu den Protesten vor dem Parlamentsgebäude in Athen aufgerufen hatten die kommunistische Gewerkschaft PAME sowie verschiedene autonome Gruppierungen und Parteien der ausserparlamentarischen Linken. Mehrere Tausend Demonstrationen folgten dem Aufruf.

Das griechische Parlament sollte am Abend über neue Spar- und Reformgesetze abstimmen. Die Billigung im Eilverfahren ist Voraussetzung dafür, dass die Kreditgeber mit Athen über neue Finanzhilfen verhandeln.

Streik legt Verkehr lahm

Aus Protest gegen weiter Sparübungen traten die griechischen Staatsbediensteten in einen 24-stündigen Streik. Betroffen waren die Ministerien und die Metro in der Hauptstadt sowie der landesweite Bahnverkehr. Dem Streik schloss sich das Personal der staatlichen Spitäler an, das nur noch Notfallpatienten behandeln wollte.

Auch zahlreiche Apotheken blieben geschlossen. Die Apotheker protestierten damit gegen die am Montag getroffene Vereinbarung, wonach im Zuge einer Marktliberalisierung rezeptfreie Medikamente künftig in Supermärkten verkauft werden dürfen.

Apotheker und Beamte gingen im Zentrum von Athen mit Spruchbändern wie "Kippt das Rettungspaket" oder "Nein zur Politik von EU, EZB und IWF" auf die Strasse.

Der von der Gewerkschaft Adedy organisierte Ausstand ist der erste grosse Streik unter der seit Januar amtierenden Syriza-Allianz von Ministerpräsident Alexis Tsipras und ihrem Juniorpartner, der rechtspopulistischen Partei der Unabhängigen Griechen (Anel). In den Jahren 2010 bis 2014 hatte Adedy aus Protest gegen die ersten beiden Kreditprogramme wiederholt Streiks und Demonstrationen organisiert.

(nir/sda)

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