Polizei setzt nach Ausschreitungen Tränengas ein
Ausschreitungen nach illegaler Party in Zürich
publiziert: Sonntag, 11. Sep 2011 / 08:55 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 11. Sep 2011 / 20:47 Uhr
Die Versammlung verlief zunächst friedlich. (Symbolbild)
Die Versammlung verlief zunächst friedlich. (Symbolbild)

Zürich - Nach einer illegalen Party mit über 1000 Teilnehmern ist es in der Nacht auf Sonntag am Zürcher Bellevue zu Ausschreitungen gekommen. Acht Polizisten wurden verletzt, ein Jugendlicher wurde festgenommen. Die Party war offenbar ein «Racheakt».

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Der Aufruf zu unbewilligten Party sei per SMS erfolgt, sagte Stadtpolizeisprecher Michael Wirz am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Die Organisatoren kündigten darin einen «Racheakt» an für eine frühere Party, die von der Polizei aufgelöst worden war. Laut Wirz stellten sich die Organisatoren auf den Standpunkt, keine Party sei illegal.

Zuerst war der Anlass offenbar friedlich. Doch als rund zwanzig Personen auf das Tramwartehäuschen stiegen, haben sich die Einsatzkräfte laut Polizeiangaben dazu entschieden, diese herunterzubitten. Es habe akute Einsturzgefahr bestanden, zudem seien die Menschen den Fahrleitungen der Verkehrsbetriebe Zürich gefährlich nahe gekommen.

Daraufhin hätten Partyteilnehmer die Polizisten angegriffen - mit Pflastersteinen, Baumaterial und Flaschen. Die Polizei reagierte mit Gummischrot und Reizstoff.

Brand vor der «NZZ»

Die Demonstranten zündeten zudem Abfallcontainer an und beschädigten Schaufensterscheiben. Die Feuerwehr wurde ebenfalls angegriffen. Der Tramverkehr der Linien, die über den Bellevueplatz führen, waren nach Angaben der Verkehrsbetriebe Zürich unterbrochen. Kurz vor 1 Uhr beruhigte sich die Lage wieder.

Ein Jugendlicher wurde wegen Landfriedensbruchs festgenommen. Ein weiterer Mann, der mit einer Kopfverletzung hospitalisiert werden musste, wurde ebenfalls wegen Landfriedensbruchs verzeigt. Acht Polizisten wurden leicht bis mittelschwer verletzt, wie Polizeisprecher Wirz am Sonntag sagte. In der Nacht war zunächst von sechs verletzten Beamten die Rede gewesen.

Die Höhe des Sachschadens konnte die Polizei am Sonntag noch nicht beziffern. Laut Michael Wirz haben vier Ladenbesitzer Schäden gemeldet, weil Scheiben in Brüche gingen. Vor dem Gebäude der «Neuen Zürcher Zeitung» wurde Abfall angezündet.

(asu/sda)

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Effektiv zum Zweiten
gute Idee, oder eben bei Auschreitungen alle verhaften und für 72 Stunden festhalten.
Dann wäre das Problem rasch behoben.
Effektiv wäre
den Verhafteten die Kosten vollumfänglich in Rechnung zu stellen. Damit würde sich das Problem von selbst erledigen. Der Steuerzahler muss wo immer möglich geschont werden. Er kommt bereits heute für zuviel Unnötiges auf.
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