«Aussenminister» der FARC-Guerilla auf freiem Fuss
publiziert: Dienstag, 5. Jun 2007 / 20:18 Uhr

Bogotà - Im Ringen um die seit mehr als fünf Jahren verschleppte Grünen-Politikerin Ingrid Betancourt hat Kolumbien auf Bitten Frankreichs hin den «Aussenminister» der FARC-Rebellen, Rodrigo Granda, freigelassen.

Uribe hatte am Montag Granda frei gelassen.
Uribe hatte am Montag Granda frei gelassen.
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Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy begrüsste den Schritt seines kolumbianischen Kollegen Alvaro Uribe als «sehr mutige Entscheidung». Sarkozy drängt auf die Freilassung Grandas, um Betancourt, die einen französischen Pass besitzt, und andere Entführungsopfer frei zu bekommen.

Uribe hatte nach anderen Mitgliedern der 'Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens' (FARC) am Montag auch Granda frei gelassen. Das Eidg. Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA), das sich mit Frankreich und Spanien für eine umfassende Friedenslösung einsetzt, bestätigte am Montagabend die Freilassung Grandas.

Dieser soll eine Vermittlerrolle bei der Freilassung der franko-kolumbianischen Politikerin Betancourt und anderer Geiseln spielen, die sich in der Gewalt der Guerilla befinden. Die Präsidentschaftskandidatin war am 23. Februar 2002 im Wahlkampf verschleppt worden.

Die Schweiz, Frankreich und Spanien begrüssten in einem gemeinsamen Communiqué die Freilassung Grandas. Sie zeige den Willen der kolumbianischen Behörden, den humanitären Austausch voranzubringen.

Die Regierung des rechtsgerichteten kolumbianischen Präsidenten Uribe hatte in der vergangenen Woche angeboten, 193 FARC-Mitglieder freizulassen, wenn diese im Gegenzug 56 Geiseln - unter ihnen Betancourt und drei US-Rauschgiftfahnder - auf freien Fuss setzten.

(smw/sda)

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