Hoffnung
Aussenminister rufen zu Waffenruhe in Donbass-Region auf
publiziert: Mittwoch, 24. Jun 2015 / 06:57 Uhr
Frank-Walter Steinmeier sagte, dass es bei den Beratungen insbesondere um  das Dorf Schirokine gegangen ist.
Frank-Walter Steinmeier sagte, dass es bei den Beratungen insbesondere um das Dorf Schirokine gegangen ist.

Paris - Die Aussenminister Deutschlands, Frankreichs, Russlands und der Ukraine haben am Dienstagabend ein Ende des Blutvergiessens in der Ostukraine gefordert. Sie setzen ihre Hoffnung in einen lokalen Waffenstillstand, der als Vorbild für die Region dienen soll.

4 Meldungen im Zusammenhang
Im Anschluss an ein Treffen der Aussenminister im sogenannten «Normandie-Format» erklärte der französische Aussenminister Laurent Fabius am Dienstagabend in Paris, es müssten alle Anstrengungen unternommen werden, um zu einer Waffenruhe zu kommen, wie sie im Februar in Minsk vereinbart worden war.

Der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier sagte, bei den mehr als vierstündigen Beratungen sei es insbesondere um das etwa zehn Kilometer von Mariupol entfernte Dorf Schirokine gegangen. «Wir hoffen, dass wir den Weg geebnet haben für einen lokalen Waffenstillstand.»

Schwere Waffen abziehen

Es müsse sich allerdings noch erweisen, ob diese Vereinbarung auch von den Konfliktparteien vor Ort akzeptiert werde. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) müsse die Vereinbarung dann begleiten. «Das könnte dann auch ein Beispiel für andere Regionen sein», sagte Steinmeier.

Ein Plan zur Deeskalation in Schirokine wäre ein erster Schritt auf dem Weg zu einer grösseren Demilitarisierung, sagte auch Fabius. Nach seinen Angaben riefen die Minister auch dazu auf, der Verpflichtung zum Abzug schwerer Waffen nachzukommen und Hindernisse für Hilfslieferungen in die Region zu beseitigen.

Es sei die gemeinsame Entscheidung, keinen Zusammenbruch des Minsker Abkommens zu erlauben, sagte Russlands Aussenminister Sergej Lawrow. «In der heutigen Sitzung gab es ein klares Verständnis der Gefahr, die von den Handlungen bestimmter Kräfte ausgeht, die versuchen, die ganze Situation in Richtung einer militärischen Lösung zu drängen.»

Beide Seiten brechen Vereinbarung

Am Dienstagnachmittag hatte sich bereits die OSZE alarmiert geäussert. An der Front würden Schützengräben ausgehoben, Brücken gesprengt und Minenfelder gelegt, sagte der stellvertretende Leiter des OSZE-Beobachtereinsatzes, Alexander Hug. Die Minsker Vereinbarungen würden sowohl von den prorussischen Separatisten wie von Seiten der ukrainischen Regierungstruppen gebrochen.

(jbo/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Luhansk/Moskau - Die prorussischen ... mehr lesen
Washington - Der designierte ... mehr lesen
Joseph Dunford will panzerbrechende Waffen an die Ukraine liefern.
Ziel der OSZE sei es, über örtlich begrenzte Feuerpausen mehr Vertrauen zwischen den Konfliktparteien zu schaffen.
Bonn/Kiew - Die OSZE zeigt sich über die Eskalation der Gewalt im Osten der Ukraine besorgt. «An der Front werden Schützengräben ausgehoben, Brücken gesprengt und Minenfelder gelegt», ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Übung mit 500 Helfern  Mit einem simulierten Attentat im Stade de France ist am Dienstag ein Worst-Case-Szenario für die EM in Frankreich durchgespielt worden. mehr lesen 
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. ... mehr lesen   1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck nahm an der Gedenkfeier teil.
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich -3°C 1°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder sonnig
Basel -4°C 3°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder sonnig
St. Gallen -4°C 2°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder sonnig
Bern -3°C 4°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder sonnig
Luzern -2°C 2°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder sonnig
Genf -1°C 5°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Lugano 0°C 9°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten