Ausserrhoden senkt Steuern für tiefe Einkommen
publiziert: Montag, 14. Sep 2009 / 19:56 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 15. Sep 2009 / 00:00 Uhr

Herisau - 2010 reduziert Appenzell Ausserrhoden auch die Steuerbelastung für Vermögen sowie tiefe und mittlere Einkommen. Der Kantonsrat verabschiedete eine entsprechende Steuergesetzrevision in 2. Lesung.

Der Ausserrhodner Hauptort Herisau.
Der Ausserrhodner Hauptort Herisau.
Ab 2010 wird es für kleine Einkommen Steuerreduktionen von bis zu 10,75 Prozent geben. Entlastet werden Einkommen bis 150 000 Franken für Ehepaare und bis 105'000 Franken für Alleinstehende. Die Revision war unbestritten.

Auf eine Flat-Tax-Rate, einen einheitlichen Steuertarif, verzichtete der Halbkanton. Sie sei sozialpolitisch ungerecht, da bei dieser Steuerreform der Mittelstand die Zeche bezahlen müsste, sagte der Ausserrhoder Finanzdirektor Köbi Frei (SVP).

Das neue Steuergesetz erhöht die Abzüge und hebt die Vermögensfreibeträge an. 2010 bis 2012 nimmt Frei dafür ein Defizit in Kauf. Danach werde der Wachstumseffekt einsetzen, argumentierte er. Ausserrhoden befindet sich mit rund 50 Millionen Nettovermögen in einer sehr guten Finanzsituation.

Die Steuergesetz-Revision hält Frei für das beste Konjunkturförderungsprogramm: Eingesparte Steuern würden für Konsum und Investitionen eingesetzt. Auch die vorberatende Kommission war der Ansicht, die Entlastungsmassnahmen kämen in der wirtschaftlich schwierigen Zeit genau richtig.

(ht/sda)

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