Australisches Unterhaus billigt Pläne für Auffanglager im Ausland
publiziert: Mittwoch, 15. Aug 2012 / 15:11 Uhr
Papua-Neuguinea ist zehnmal so gross wie die Schweiz.
Papua-Neuguinea ist zehnmal so gross wie die Schweiz.

Sydney - Australien wird wohl nächstens wieder Asylsuchende im Ausland unterbringen. Das Unterhaus billigte die Regierungspläne für eine Unterbringung von Asylsuchenden in Auffanglagern in den Inselstaaten Papua-Neuguinea und Nauru.

Plan ist ein unabhängiges Hilfswerk, das sich weltweit für benachteiligte Kinder und deren Familien stark macht.
2 Meldungen im Zusammenhang
Für eine entsprechende Gesetzesvorlage stimmten am Mittwoch nach langer Debatte mit Ausnahme von zwei Parlamentariern alle Abgeordneten.

Es wird erwartet, dass das Gesetz am Donnerstag auch den Senat passiert. Laut Regierungschefin Julia Gillard könnten bereits am Freitag Vorausteams die Örtlichkeiten in Papua-Neuguinea und Nauru erkunden.

Der australische Einwanderungsminister, Chris Bowen, drängte den Senat zu einer raschen Entscheidung. «Die australische Bevölkerung erwartet nichts als den Beschluss und die Menschenschmuggler fürchten nichts mehr», sagte Bowen vor dem Parlament.

Abschreckung erhofft

Die Regierung erhofft sich von der Wiedereinführung der Lager aus der Zeit der konservativen Regierung John Howards, Bootsflüchtlinge von der gefährlichen Überfahrt mit Menschenschmugglern abzuschrecken.

Gillard hatte sich lange Zeit geweigert, sich für eine Wiedereröffnung der Auffanglager in Nauru und auf einer Insel von Papua-Neuguinea stark zu machen. Sie folgte nun aber der Empfehlung eines Expertengremiums, das Canberra dazu aufgefordert hatte, Flüchtlinge durch die drohende Verlegung in weit vor der Küste liegende Lager stärker abzuschrecken.

Allein in diesem Jahr trafen in Australien bereits mehr als 100 Boote mit rund 7500 Flüchtlingen ein. Seit 2001 verunglückten vor der Küste Australiens fast tausend Flüchtlinge und Besatzungsmitglieder der Boote tödlich.

(knob/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Canberra - Vor der australischen Weihnachtsinsel ist ein Flüchtlingsboot mit bis zu 150 Menschen an Bord gekentert. Bis ... mehr lesen
Viele Flüchtlinge nach Kentern von Boot vor Weihnachtsinsel gerettet.
Sydney - Ein Boot mit vermutlich 200 Flüchtlingen an Bord ist am Donnerstag in schwerer See zwischen Indonesien und Australien gekentert. 110 Menschen konnten gerettet werden. Das berichtete das australische Amt für Seesicherheit. Nach unbestätigten Berichten war in der Region ein zweites Boot mit Flüchtlingen in Seenot. mehr lesen 
Gemeinnützige internationale Hilfsorganisation
Plan ist ein unabhängiges Hilfswerk, das sich weltweit für benachteiligte Kinder und deren Familien stark macht.
Eine Mitarbeiterin der Roten Kreuz in Guinea.
Eine Mitarbeiterin der Roten Kreuz in Guinea.
Ebola-Epidemie  Genf - Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat eindringlich dazu aufgerufen, Helfer in Ebola-Gebieten besser zu schützen. Angriffe und Proteste gegen sie müssten beendet werden, mahnte die Organisation am Samstag in Genf. 
Ebola: Behörden in Sierra Leone zufrieden mit Ausgangssperre Freetown/Madrid - Die dreitägige Ausgangssperre in Sierra Leone haben die Behörden als Erfolg im Kampf gegen ...
World Vision Bessere Infrastruktur im Flüchtlingslager  Millionen Menschen sind bereits vor der Gewalt in ihrer syrischen Heimat geflüchtet. Im ...  
Zusammen mit UNOCHA baut World Vision im Za'ataris Flüchtlingslager Strassen und Abwasserkanäle.
Im Irak wurden bereits über 1,8 Millionen Menschen vertrieben. Flüchtlinge haben sich hier ein notdürftiges Zelt aus Tüchern gebaut.
Flüchtlingzahlen steigen weiter an Die Gewalt im Nordirak und in Syrien treibt täglich tausende Menschen in die Flucht. Die Situation wird von Tag zu Tag prekärer.
Titel Forum Teaser
Thomas Peter ist Professor für Atmosphärische Chemie an der ETH Zürich.
ETH-Zukunftsblog Zum Zustand der Ozonschicht Alle vier Jahre untersuchen hunderte Wissenschaftler unter der ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DI MI DO FR SA SO
Zürich 8°C 11°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 8°C 12°C leicht bewölkt sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
St.Gallen 10°C 13°C leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 12°C 18°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 12°C 16°C leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 13°C 20°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 15°C 26°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten