Autobahn A2 bleibt weiter gesperrt
publiziert: Freitag, 2. Jun 2006 / 18:14 Uhr / aktualisiert: Freitag, 2. Jun 2006 / 20:06 Uhr

Altdorf - Im Bergsturzgebiet von Gurtnellen im Kanton Uri hat sich die Lage zugespitzt. Es kam zu einem neuen Felsabbruch. Der Hang ist so instabil, dass die Autobahn im Bergsturzgebiet in den nächsten Tagen nicht mehr befahren werden darf.

Am 31. Mai kam es bei Gurtnellen auf der A2 zum tödlichen Felssturz.
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Nach 52-stündiger Sperrung war im Urner Reusstal die A2 am Freitag um 11 Uhr pünklich für den Pfingstverkehr wieder geöffnet worden. Doch die Autos hatten nur während 90 Minuten freie Fahrt durch das Bergsturzgebiet bei Gurtnellen.

Um 12.30 Uhr schlug ein Beobachtungsposten, der gegenüber des labilen Hanges postiert war, Alarm, nachdem er im Bergsturzgebiet Steinschläge gehört hatte. Die Polizei sperrte Autobahn und Kantonsstrasse zwischen Amsteg und Wassen umgehend.

Im Gegensatz zum Mittwoch, als grosse Felsbrocken aus 700 Metern Höhe auf die Autobahn und die Kantonsstrasse stürzten und zwei Deutsche töteten, fielen am Freitag die Steine nicht bis auf die Strassen hinunter.

Neuerliche Bedrohung für Strassenverbindungen

Trotzdem hat sich durch den erneuten Felsabbruch die Lage zugespitzt. Geologen stellten fest, dass ein Teil der stützenden Masse im Anrissgebiet abgerutscht ist. Es bestehe eine neuerliche Bedrohung für die Strassenverbindungen, teilte die Baudirektion mit.

Die A2 bleibt mindestens bis Dienstag zwischen Amsteg und Wassen in beiden Richtungen gesperrt. Auch die Kantonsstrasse kann nicht befahren werden.

Am San Bernardino wurden keine grösseren Auswirkungen der erneuten Sperrung am Gotthard festgestellt, weil der Tunnel im Gegensatz zu den Vortagen zweispurig befahrbar war.

SBB und Autoverland Lötschberg mit zusätzlichem Angebot

Die BLS Lötschbergbahn reagierte prompt auf die neue Lage am Gotthard und fuhr ihr Angebot für den Autoverland am Lötschberg hoch. In der Nacht fahren die Autozüge stündlich zwischen Kandersteg BE und Goppenstein VS. Für Samstag ist ein Zehnminutentakt vorgesehen.

Die SBB setzen am Gotthard ab Samstag neben den geplanten Extrazüge wenn nötig weitere Sonderzüge ein. Die Interregio-Züge bedienen ausnahmsweise Gurtnellen.

(Meldung aktualisiert)

(smw/sda)

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