Autobombe tötet Ex-Premier Hariri
publiziert: Montag, 14. Feb 2005 / 15:20 Uhr / aktualisiert: Montag, 14. Feb 2005 / 19:18 Uhr

Beirut - Der ehemalige libanesische Regierungschef Rafik Hariri ist bei einem Autobombenanschlag in der Hauptstadt Beirut getötet worden. Mindestens neun weitere Menschen kamen bei der Explosion um, mehr als 20 laut Spitalangaben verletzt.

Der libanesische Ex-Premierminister Rafik Hariri.
Der libanesische Ex-Premierminister Rafik Hariri.
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Der Sprengsatz detonierte in einem belebten Touristenviertel an der Corniche der Mittelmeerstadt. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen enthielt die Bombe rund 300 Kilogramm des Sprengstoffs TNT.

Die Detonation ereignete sich, als der Autokonvoi Hariris am Saint George Hotel vorbeifuhr. Die Bombe riss einen riesigen Krater in den Asphalt. Mehrere Gebäude wurden verwüstet, darunter eine Filiale der britischen HSBC-Bank. Autos gingen in Flammen auf. Mehrere Fahrer wurden in ihren brennenden Fahrzeugen eingeklemmt.

Unterdessen hat sich eine unbekannte Gruppe von Moslem-Extremisten nach Angaben eines Fernsehsenders zum Attentat bekannt. "Für unsere Mudschahedin-Brüder in Saudi-Arabien... haben wir die Umsetzung der Exekution derer beschlossen, die dieses Regime unterstützen", sagte ein bärtiger Mann auf einem Videoband, das der Sender El Dschasira ausstrahlte.

Ehemalige Minister leben

Zwei nach dem Anschlag als tot gemeldete libanesische Ex-Minister sind noch am Leben. Er habe den Sprengstoffanschlag überlebt, sagte Ex-Minister Samir al-Jisr. Angehörige des ehemaligen Ministers Bassel Fleihane bestätigten, dieser lebe ebenfalls noch.

Syriens Präsident Baschar el Assad bezeichnete den Anschlag als eine "furchtbare, kriminelle Tat". Frankreichs Präsident Jacques Chirac forderte eine internationale Untersuchung. "Die Umstände dieser Tragödie" müssten rasch geklärt werden, die Schuldigen festgestellt und bestraft, erklärte das Pariser Präsidialamt kurz nach dem Anschlag.

Der 60-jährige Hariri wurde nach dem Anschlag ins Spital der Amerikanischen Universität gebracht, wo er nach Angaben aus Sicherheitskreisen seinen schweren Verletzungen erlag. Hariri war im vergangenen Oktober nach einem Machtkampf mit dem Präsidenten Emile Lahoud als Ministerpräsident zurückgetreten.

(sl/sda)

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