Autobombe tötet Politiker in Beirut
publiziert: Dienstag, 21. Jun 2005 / 16:41 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 21. Jun 2005 / 17:51 Uhr

Beirut - Zwei Tage nach dem Sieg der Opposition bei der Parlamentswahl in Libanon ist der anti-syrische Politiker Georges Hawi getötet worden.

Das libanesische Parlament in Beirut.
Das libanesische Parlament in Beirut.
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Weblog aus Beirut
Kurz nach dem Mord an Rafik Hariri berichtete Barnaby Skinner eine Woche lang aus der libanesischen Hauptstadt in einem Weblog.
www.news.ch/beirutblog

Der frühere Chef der Kommunistischen Partei starb auf dem Weg zu einem Treffen der Opposition. Die Mörder Hawis hatten ersten Ermittlungen zufolge den Sprengsatz im Wagen des griechisch-orthodoxen Politikers unter den Vordersitzen versteckt.

Kurz nach Abfahrt von seinem Wohnsitz wurde der Sprengsatz mittels einer Fernsteuerung gezündet. Hawi sei auf der Stelle tot gewesen, berichtete die Polizei. Sein Fahrer wurde lebensgefährlich verletzt.

Gibt es Paralellen

Die Ermittler sehen Parallelen zum Mordanschlag auf den anti-syrischen Publizisten Samir Kassir. Kassir und ein Passant starben am 2. Juni bei der Explosion einer am Auto des Journalisten angebrachten Bombe.

Justizminister Ahmed Kabbani sagte am Tatort in Westbeirut: "Der Anschlag trägt erneut die Handschrift derer, die den Frieden in Libanon stören wollen." Drusenführer Walid Dschumblatt und andere Oppositionspolitiker machten für den Anschlag auch syrische und libanesische Geheim- und Sicherheitsdienste verantwortlich.

Bluttat scharf verurteilt

Der syrische Informationsminister Mahdi Dachlallah verurteilte die Bluttat auf Schärfste und betonte das Interesse Syriens an Frieden, Sicherheit und Stabilität in Libanon.

Zwei Tage zuvor war die auf vier Wochen angelegte Parlamentswahl zu Ende gegangen. Die siegreiche anti-syrische Allianz wird von Saad Hariri angeführt, dem Sohn des im Februar ermordeten früheren Ministerpräsidenten Rafik Hariri. Auch für dieses Attentat hatte die Opposition Syrien verantwortlich gemacht.

Die massenhaften Proteste nach Hariris Tod sowie internationaler Druck veranlassten Syrien, seine Soldaten aus dem Nachbarland abzuziehen. Seit dem Ende des Bürgerkrieges 1990 hatte Syrien dort die Rolle einer Ordnungsmacht inne.

(rp/sda)

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