Mindestens 40 Opfer
Autobomben töten dutzende Menschen in Aleppo
publiziert: Mittwoch, 3. Okt 2012 / 11:21 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 3. Okt 2012 / 20:07 Uhr
Mindestens 40 Tote bei Anschlägen in syrischem Aleppo
Mindestens 40 Tote bei Anschlägen in syrischem Aleppo

Aleppo - Die syrischen Aufständischen haben mit Autobomben den Truppen von Präsident Baschar al-Assad schwere Schläge versetzt. Am Mittwoch zündeten sie in den umkämpften Städten Aleppo und Deir as-Saur fünf Autobomben vor Gebäuden der Sicherheitskräfte.

5 Meldungen im Zusammenhang
Die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte sprach von 48 Toten und etwa 100 Verletzten alleine in Aleppo. Die Explosionen hätten sich gegen einen Offiziersclub gerichtet. «Die Mehrheit der Toten und Verwundeten sind Mitglieder der Regierungstruppen», hiess es weiter.

Ein städtischer Beamter sagte der Nachrichtenagentur AFP, bei den Anschlägen seien 27 Menschen getötet und 72 verletzt worden. Die Zahl der Todesopfer könne sich aber noch erhöhen, weil es viele Schwerverletzte gebe.

Die Explosionen ereigneten sich in unmittelbarer Nähe des zentralen Saadallah-al-Dschabiri-Platzes, an dem auch Regierungsgebäude stehen. Wie ein AFP-Reporter berichtete, war die Fassade eines Hotels teilweise zerstört, zwei Stockwerke eines Cafés waren eingestürzt.

Rebellen und Armee kämpfen seit mehr als zwei Monaten um die Wirtschaftsmetropole Aleppo. Aus Deir as-Saur, wo eine in einem Kleinlastwagen versteckte Bombe direkt vor dem Gebäude der sogenannten Behörde für «Politische Sicherheit» explodierte, lagen keine Opferzahlen vor.

Umkämpfte Hauptstadt

In der Hauptstadt Damaskus errichteten Sicherheitskräfte am Mittwoch ungewöhnlich viele Strassensperren. Die amtliche Tageszeitung Al-Baas hatte am Dienstag berichtet, das Militär sei seinem Ziel nähergekommen, die gesamte Region um Damaskus wieder unter seine Kontrolle zu bringen.

Seit einem Angriff der Rebellen in Damaskus Mitte Juli, bei dem Verteidigungsminister Daud Radschha sowie sein Vize, Assads Schwager Assef Schaukat, getötet wurden, haben die Regierungstruppen die Rebellen in die Aussenbezirke und Vororte von Damaskus abgedrängt. In den vergangenen Tagen hatte die Armee mehrere Orte in der Region um die Hauptstadt bombardiert.

Kämpfe schwappen über die Grenze

Bei einem Granatenangriff aus Syrien wurden am Mittwoch in einem türkischen Grenzdorf fünf Menschen getötet. Zehn weitere Personen wurden verletzt. Unter den Getöteten sei auch ein sechs Jahre altes Kind, berichtete der Nachrichtensender CNN Türk.

Das Dorf war in der vergangenen Woche bereits von einer aus Syrien abgefeuerten Mörsergranate getroffen worden. Die Ortschaft liegt nahe des lange umkämpften Grenzübergangs Tell Abjad.

Seit dem Beginn des Aufstands gegen Präsident Assad im März 2011 starben nach Angaben der Beobachtungsstelle in Syrien mehr als 31'000 Menschen.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Damaskus - Bei einem Anschlag in der Altstadt von Damaskus sind am Sonntag mindestens zehn Menschen getötet worden. Bei ... mehr lesen
Vor einer Polizeistelle in Damaskus explodierte eine Autobombe, welche mindestens zehn Menschen das Leben kostete. (Symbolbild)
Das türkische Parlament gab grünes Licht für die Syrien-Intervention. (Archivbild)
Istanbul - Das türkische Parlament hat der Regierung und der Armee grünes ... mehr lesen 1
Aleppo/Damaskus/Istanbul/Brüssel - Das türkische Militär hat am Donnerstagmorgen seinen Angriff auf einen syrischen ... mehr lesen
Aleppo - Die syrischen Rebellen haben nach eigenen Angaben einen Grossangriff in der Millionenmetropole Aleppo ... mehr lesen
Aleppo ist stark umkämpft. (Archivbild)
Zwei Bombenanschläge in Nigeria fordern wieder viele Menschenleben.
Nigeria kommt nicht zur Ruhe  Jos - Bei zwei Bombenanschlägen in der zentralnigerianischen Stadt Jos sind am Sonntagabend mindestens 44 Menschen getötet worden. 47 weitere Menschen sind bei den Explosionen in der Nähe eines Einkaufszentrums und einer beliebten Moschee verletzt worden. 
Fünf Tote bei Selbstmordanschlag auf Kirche in Nigeria Kano - Bei einem Selbstmordanschlag auf christliche Gläubigen in ... 1
Regierungskräfte und Rebellen lieferten sich in Aden heftige Gefechte.
Heftige Kämpfe um jemenitische Hafenstadt Aden Sanaa - Bei einem Luftangriff im Norden des Jemen sind mindestens 30 Menschen getötet worden. Eine Serie von Bombardements ... 1
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3139
    Man... bekommt immer mehr den Eindruck, das der Irrsinn und und die ... heute 10:01
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3139
    Die... muslimischen Staaten haben die Menschenrechte unter den Vorbehalt der ... gestern 15:25
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3139
    Wenn... man weiss, dass die türkischen Bozkurt einen Panturkismus von Europa ... gestern 11:32
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3139
    B. Netanjahu... warnt vor einem Atomdeal mit dem Iran aus klaren Gründen: Die ... gestern 10:21
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3139
    Wie... einfach doch alles war. G.W.Bush hat mit seinem Einmarsch in den Irak ... Sa, 04.07.15 10:04
  • Kassandra aus Frauenfeld 1381
    Langsam mehr sich der Verdacht, dass wir es mit dem zombie mit einem neuen Nostradamus zu ... Fr, 03.07.15 18:13
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3139
    Dem... Iran geht es um die geostrategische Vormachtstellung. Ebenfalls ... Fr, 03.07.15 14:44
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3139
    In einigen Jahren auch in Ihrer Umgebung Der Daesh (IS) breitet sich auch in Europa rasant aus. Nicht nur über ... Do, 02.07.15 13:03
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MO DI MI DO FR SA
Zürich 18°C 26°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Basel 18°C 26°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
St.Gallen 19°C 28°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Bern 20°C 31°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Luzern 20°C 31°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Genf 22°C 34°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Lugano 22°C 33°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten