Autobahnvignette wird definitiv teurer
Autofahrer müssen künftig mehr für Vignette bezahlen
publiziert: Donnerstag, 20. Sep 2012 / 09:54 Uhr
In Zukunft soll die Autobahnvignette 100 Franken kosten.
In Zukunft soll die Autobahnvignette 100 Franken kosten.

Bern - Die Autobahnvignette wird definitiv teurer. Nach dem Nationalrat ist auch der Ständerat dem Vorschlag des Bundesrats gefolgt, den Preis anzuheben. Über die Höhe des neuen Vignettenpreises sind sich die Räte aber nicht einig: Der Ständerat will 100 Franken, der Nationalrat bloss 70 Franken verlangen.

Ihr Partner für Signalisations-Projekte
5 Meldungen im Zusammenhang
Der Ständerat beschloss am Donnerstag mit 38 zu 0 Stimmen bei 2 Enthaltungen, den Preis für die Autobahnvignette von heute 40 Franken pro Jahr auf 100 Franken zu erhöhen. Zudem soll es künftig für 40 Franken eine Zwei-Monats-Vignette geben. Die kleine Kammer übernahm somit die Vorschläge des Bundesrates.

Die Autobahnvignette sei seit über 20 Jahren nicht einmal der Teuerung angepasst worden, sagte Verkehrsministerin Doris Leuthard. Die Erhöhung des Vignettenpreises auf 100 Franken stelle sicher, dass dem Bund 275 Millionen Franken für den dringend nötigen Ausbau des Nationalstrassennetzes zur Verfügung stünden.

Auch die Kantonsvertreter wollten mit dem Entscheid sicherstellen, dass das Schweizer Strassennetz an die heutigen Mobilitätsbedürfnisse angepasst werden kann, wie mehrere Redner erklärten.

An den 100 Franken führe kein Weg vorbei, sagte etwa This Jenny (SVP/GL). Um die Strassen vom Stau zu befreien, brauche es einfach mehr Geld. «Die Frage lautet: Pampa oder pulsierendes Leben», brachte er sein Votum auf den Punkt.

Handwerker im Stau kosten

Auch Georges Theiler (FDP/LU) appellierte an die verkehrspolitische Vernunft seiner Kollegen. In den letzten zehn Jahren hätten sich die Staukilometer auf den Schweizer Autobahnen vervierfacht. Jede Stunde Stau ziehe hohe volkswirtschaftliche Kosten nach sich. «Jemand muss den Handwerker bezahlen, der am Morgen im Stau steht», sagte er.

Der Grünliberale Markus Stadler (UR) machte sich - aus Umweltgründen - für eine günstigere Vignette stark. Je weniger Geld für die Strassen zur Verfügung stehe, desto weniger würden diese ausgebaut, lautete sein Argument.

Der Nationalrat hatte Ende Mai zwar ebenfalls eine Preiserhöhung beschlossen. Die grosse Kammer will die Autofahrer aber mit 70 Franken pro Jahr weniger stark zur Kasse bitten. Damit würden dem Bund statt 275 Millionen nur rund 150 Millionen Franken für den Strassenausbau zufliessen. Nun geht das Geschäft zurück in den Nationalrat.

Der Vignettenpreis soll nicht sofort erhöht werden, sondern erst dann, wenn die Rückstellungen für die Finanzierung des Strassenverkehrs unter eine Milliarde sinken. Dies dürfte im Jahr 2015 der Fall sein.

(laz/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Weiter finden die Räte keine Einigung zum Autobahnvignetten-Preis: Nach Ansicht des Nationalrats soll die Autobahnvignette ... mehr lesen
Mit der Erhöhung soll der Strassenausbau finanziert werden.
Bern - Wie viel die Autobahnvignette künftig kosten soll, bleibt umstritten: Der Ständerat will den Preis auf 100 Franken erhöhen, der Nationalrat auf 70. Die Verkehrskommission des Nationalrats (KVF) empfiehlt der grossen Kammer nun, bei ihrer Haltung zu bleiben. mehr lesen 
Ständeratskommission für 100-Franken-Vignette.
Bern - Der Preis der Autobahnvignette bleibt umstritten. Der Nationalrat hatte im ... mehr lesen 4
Bern - Der Preis der Autobahnvignette soll nur von 40 auf 70 Franken angehoben werden. Der Nationalrat hat die vom Bundesrat ... mehr lesen 11
Nationalrat will ebenfalls teurere Autobahnvignette.
Bern - Die Verkehrskommission des Nationalrates (KVF) will nicht, dass die Autobahnvignette künftig 100 Franken kostet. Nach ihrem Willen sollen Autofahrer höchstens 70 Franken bezahlen müssen. mehr lesen 
Ihr Partner für Signalisations-Projekte
Carsharing: Mobility stellt schweizweit 2`650 Fahrzeuge an 1'395 Standorten rund um die Uhr in Selbstbedienung zur Verfügung.
Zu viel Krach könne sowohl körperliche als auch psychische Auswirkungen haben, schreiben die Forscher.
Zu viel Krach könne sowohl körperliche als ...
Dominierende Bedrohung  Kopenhagen - Jeder vierte Europäer ist zu viel schädlichem Verkehrslärm ausgesetzt. Zu diesem Ergebnis kommt die Europäische Umweltagentur in ihrem am Freitag in Kopenhagen veröffentlichten Bericht «Lärm in Europa 2014». 
Beim Auto entstand Totalschaden.
Buchrain  Am Donnerstagabend ist es auf der Autobahn A14 in Buchrain zu einer Auffahrkollision zwischen zwei Autos gekommen. Drei Personen wurden verletzt. ...  
Ebikon  Gestern Abend ist es auf der Alfred-Schindler-Strasse in Ebikon zu einem Unfall ...
Der Radfahrer wurde mit der Ambulanz ins Luzerner Kantonsspital gefahren.
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1097
    Ich würde mich nicht dazu hergeben, an jedem Schweinehund zu lecken! Sorry! Das tun ... heute 11:20
  • PioXX aus Orbetello 161
    Das Lecken... ...das habe ich leider einem anderen Schweinehund versprochen! heute 09:44
  • Kassandra aus Frauenfeld 1097
    Darum muss ich auswandern! Es darf in der Schweiz wohl niemand leben, der sich einen offen Blick ... gestern 15:32
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2627
    Im... nächsten Jahr werden es noch mehr Bootsflüchtlinge versuchen nach ... gestern 12:33
  • PioXX aus Orbetello 161
    Warum Warum lebt eine Kassandra eigentlich in der Schweiz? Sie würde sich ... gestern 11:45
  • Kassandra aus Frauenfeld 1097
    Wo lebt denn die Tigerkralle? Auf dem Mond, oder gar dahinter? Wir verdienen jeden zweiten Franken ... gestern 01:24
  • tigerkralle aus Winznau 104
    Harte Haltung Ja bitte EU , dann muss die Schweiz auch eine harte Haltung einnehmen ! ... Mi, 17.12.14 08:35
  • PMPMPM aus Wilen SZ 165
    Ungewöhnlich? Leider gibt es solche Urteile viel zu selten, denn schliesslich wurde ... Mo, 15.12.14 19:17
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich 5°C 7°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Basel 5°C 8°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
St.Gallen 8°C 10°C leicht bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Bern 7°C 11°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Luzern 6°C 14°C leicht bewölkt bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Genf 3°C 12°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Lugano 4°C 12°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
mehr Wetter von über 6000 Orten