BAG prüft Studie zum Krebsrisiko nahe AKWs
publiziert: Dienstag, 11. Dez 2007 / 17:17 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 11. Dez 2007 / 18:16 Uhr

Aarau - Die Studie über Krebserkrankungen von Kindern in der Umgebung von deutschen Kernkraftwerken hat die Diskussion über ein nationales Krebsregister neu entfacht. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) prüft derzeit eine ähnliche Studie für die Schweiz.

Die zwischen 1969 und 1998 erhobenen Daten ergaben keine Hinweise auf eine erhöhte Krebssterblichkeit.
Die zwischen 1969 und 1998 erhobenen Daten ergaben keine Hinweise auf eine erhöhte Krebssterblichkeit.
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Die Ergebnisse der Studie des deutschen Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken würden derzeit vertieft analysiert, hiess es beim BAG auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Die Untersuchungen in Deutschland hatten ergeben, dass das Risiko für Kinder an Leukämie zu erkranken zunimmt, je näher sie bei einem Kernkraftwek wohnen. Daraus könnten jedoch keine Aussagen zur Ursache der Erkrankungen gemacht werden, hält das BAG in einem im Internet publizierten Bericht fest.

Nach heutigen Erkenntnissen sei die Strahlenbelastung der Bevölkerung durch den Betrieb von Atomkraftwerken zu gering, um den Effekt plausibel erklären zu können. Die Strahlenbelastung müsste 1000 bis 10'000 mal höher sein.

Kinderkrebsregister

Das BAG arbeite eng mit dem BfS zusammen und werde die Folgemassnahmen in Deutschland aufmerksam verfolgen, sagte eine Sprecherin des Bundesamtes. Geprüft werde zudem in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern eine ähnliche Studie für die Schweiz.

Das Kinderkrebsregister der Schweizerischen Pädiatrischen Onkologiegruppe (SPOG) verfüge über gute klinische Daten. Diese Daten müssten jedoch noch mit geografischen Daten ergänzt werden.

Begrüsst werden diese Anstrengungen von der Hauptabteilung für die Sicherheit von Kernanlagen (HSK). Die HSK hatte bereits früher eine Studie über die Mortalität in der Umgebung der Kernkraftwerke Beznau AG und Gösgen SO in Auftrag gegeben. Die erhobenen Daten ergaben jedoch keine Hinweise auf eine erhöhte Krebssterblichkeit.

(smw/sda)

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