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BDP-Präsident Landolt warnt vor SVP: Isolation führt zu EU-Beitritt
publiziert: Samstag, 18. Okt 2014 / 10:49 Uhr / aktualisiert: Samstag, 18. Okt 2014 / 16:16 Uhr
Der bilaterale ist für den Glarner Nationalrat der einzige vernünftige Weg.
Der bilaterale ist für den Glarner Nationalrat der einzige vernünftige Weg.

Reinach BL - Ein Jahr von den eidgenössischen Wahlen hat BDP-Präsident Martin Landolt ein weiteres Mal die SVP scharf attackiert und für den bilateralen Weg geworben. Wenn diese Option wegfalle, bleibe nur noch die Isolation oder der EU-Betritt, sagte Landolt am Samstag vor den BDP-Delegierten in Reinach BL.

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Wenn die Schweiz richtigerweise nicht Mitglied der Europäischen Union werden wolle, müsse sie mit ihr eine vernünftige vertragliche Partnerschaft etablieren, sagte Landolt. Ob Königsweg oder nicht - der bilaterale ist für den Glarner Nationalrat der einzige vernünftige Weg.

Wenn sich die Schweiz dagegen von Christoph Blocher und seiner SVP in die Isolation führen lasse, könne dies am Schluss zum EU-Beitritt führen, warnte Landolt: Dies nämlich dann, wenn die Isolation derart schmerzhaft wird, dass der EU-Beitritt als kleineres Übel empfunden wird.

Gegen «hetzerische Rhetorik»

Die Konsequenzen der SVP-Europapolitik - «diese hetzerische Rhetorik, diese volksverführerischen Mechanismen» - müssten aufgezeigt werden. «Und dafür darf man sich nie entschuldigen müssen», sagte Landolt unter Anspielung auf Reaktionen auf seine früheren Aussagen mit Bezug zum Nationalsozialismus.

Am Samstag sprach er vor den Delegierten seiner Partei in Zusammenhang mit der Rede von Christoph Blocher vom 20. Juni im Wägital erneut von «nationalsozialistischer Rhetorik». Die Reaktionen respektive Nichtreaktionen auf solche Aufwiegelungen erinnerten ihn an die Dreissigerjahre.

«Mit solch absurden Theorien und Lügen werden auf gefährliche Art und Weise Menschen in diesem Land aufgehetzt», sagte Landolt. Er warf Blocher vor, nicht nur die Institutionen zu verhöhnen, sondern auch das seit 1848 bewährte politische System.

(jbo/sda)

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Martin Landolt rechfertigt seinen Vorwurf an die Adresse der SVP.
Tatsachen
Der Landolt zählt ja nur nachprüfbare Tatsachen auf. Wie kann man ihm widersprechen? Denn was die SVP tut und sagt sind schon immer zweierlei Dinge gewesen. Und an den Taten soll man diese Partei messen, nicht an Ihren Aufregungen, die beweisen lediglich, dass man sie getroffen hat.
Und Demokratie ist in aller erster Linie, dass man miteinander spricht! Was tut die SVP? Sie spricht nicht mehr mit Landolt!
Sie hatte noch nie in ihrer Geschichte begriffen, was Demokratie ist, sie weiss auch nicht, was Konkordanz ist, nämlich die grundsätzliche Übereinstimmung das Errungene und das Bewährte zu erhalten. Sie hat lediglich eine nebulöse Ahnung davon, dass die Konkordanz etwas Nützliches für sie selbst könnte!
Wenn sich ein SVP Politiker zum Beispiel so äussert: "Mich engen die Menschenrechte ein," dann ist es doch ganz klar, dass der nichts Gutes im Schilde führen kann, denn in den Menschenrechten sind universelle, unveräußerliche und unteilbare Rechte definiert, die diesem Dummschwätzer es erst erlauben, derartig abwegig daherzureden. Würden wir die Menschenrechte nämlich abschaffen, dann könnten wir zum Beispiel die Dinge so regeln, dass solche Idioten auf der Stelle aufs Schafott wanderten. Es ist mir schleierhaft, wie sich ein Mensch durch die Menschenrechte eingeschränkt fühlen kann, wo diese ihm doch gerade die Freiheit garantieren, sich dermassen dumm zu äussern!
Eben, es handelte sich um einen SVP-Nationalrat, eines von denen, die unsere Freiheiten bedrohen! Wenn solche SVP-er nämlich von Freiheit reden, dann läuft es mir kalt den Rücken herunter. Natürlich muss denen von der SVP Europa ein Gräuel sein, denn die EU stehen für die Menschrechte mehr ein, als jedes andere Staatsgebilde der Erde! Um das geht es denen das Bollwerk der Menschenrechte meiden, wie Teufel das Weihwasser!! Leider hat der Landolt nicht bis zum Ende durchgedacht! Denn er ist offenbar auch ein EU Gegner.
Eben, an ihren Taten sollt ihr sie erkennen!
Was...
hat man denn erwartet? M. Landolt hat doch nur tapfer die BDP-Parteilinien-Vorgabe zum Besten gegeben, die bei seinem Publikum auch bestens ankam. Bräsig, spiessig, kenntnisfrei, populistisch...
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